Reifenpreise während der Saisonspitzen immer am niedrigsten?

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Das Sparwelt genannte Einkaufsratgeber- und Gutscheinportal hat von September bis November vergangenen Jahres in drei Größen – 185/60 R15 T, 195/65 R15 H und 225/45 R17 H – wöchentlich die Preise für vier Winterreifenmodelle erhoben, die bei den Winterreifentests 2013 des ADAC und von Auto Bild die vordersten Plätze belegt hatten. „Zudem wurde für jede Reifengröße der Preis für das am besten bewertete Modell einer Marke erhoben, die nicht zu den weltmarktführenden Herstellern gehört. Insgesamt wurden pro Erhebung die Preise für zwölf Reifenmodelle pro Anbieter erhoben“, heißt es vonseiten der Sparwelt GmbH als Betreiber der gleichnamigen Plattform unter www.sparwelt.de. Das Unternehmen analysierte die gesammelten Daten und kommt basierend darauf zu dem Schluss, dass die Reifenpreise während der Saisonspitzen generell am niedrigsten seien.

Denn die Untersuchung der Preisentwicklung von Winterreifen im Herbst 2014 bei Onlinereifenhändlern hat demnach ergeben, dass „die Reifenpreise zurzeit der größten Nachfrage – Anfang Oktober – am niedrigsten waren“. Die Preise sollen bis zu 36 Prozent unter dem Niveau von Anfang September oder Mitte November gelegen haben, und Sparwelt geht angesichts dessen nun davon aus, dass dies rund um das Frühjahrsgeschäft wohl ähnlich sein werde. „Bei den aktuellen Witterungsbedingungen wird der größte Andrang und damit der günstigste Kaufzeitpunkt für Sommerreifen Ende März beziehungsweise in den ersten beiden Aprilwochen erwartet“, erklärt Sparwelt-Geschäftsführer Daniel Engelbarts. Da der Reifenwechsel innerhalb weniger Wochen stattfinde, stünden die Händler in einem starken Wettbewerb, argumentiert er.

„Verbraucher profitieren von dieser Situation, weil die Händler versuchen, sich mit günstigeren Preisen und zusätzlichen Rabatten gegen Wettbewerber durchzusetzen“, meint Engelbarts. Zum Teil mag dies sicherlich zutreffend sein, allerdings sanken die Winterreifenpreise zu Beginn der Umrüstsaison im vergangenen Jahr wohl vor allem deshalb, weil ein echter Winter nicht kommen wollte, daher vergleichsweise viel Ware in den Lägern des Handels lag bzw. noch liegt und deswegen gemäß dem Wirkprinzip von (viel) Angebot und (wenig) Nachfrage die Preise unter Druck gerieten. Von den letztjährigen Gegebenheiten auf eine generelle Gesetzmäßigkeit schließen zu wollen, ist daher wohl ein wenig gewagt, wie ein Blick ein paar Jahre zurück zeigt, als aufgrund Warenknappheit in bestimmten Dimensionen die Winterreifenpreise zur Saisonspitze im Oktober teils kräftig stiegen.

Wie dem auch sei: Als weiteres Ergebnis hat die Sparwelt-Untersuchung einmal mehr zutage gefördert, wie wichtig aus Verbrauchersicht ein Preisvergleich ist. „Bei einem Satz Reifen für Kompakt- und Mittelklassewagen fanden wir Preisunterschiede von durchschnittlich 81 Euro. Bei einem Kleinwagen ließen sich rund 64 Euro sparen“, so Engelbarts. Aktuelle Testsiegermodelle seien bei dem preiswertesten Onlinehändler im Schnitt rund ein Drittel (34 Prozent) günstiger gewesen als beim teuersten. „Der Preisvergleich lohnt“, folgert er daraus, der Autofahrern zudem empfiehlt, gezielt nach Rabattaktionen des Reifenhandels zu suchen. cm

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