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Sportauto-Sommerreifentest: Pirelli vorn, rote Laterne für Bridgestone/Kumho

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Das Magazin Sportauto hat sich für seinen aktuellen Sommerreifentest insgesamt sieben Kandidaten namhafter Hersteller in der Größe 235/35 R19 91Y vorgenommen. Montiert an einem VW Golf R mussten sich Bridgestones „Potenza S001“, Contis „SportContact 5 P“, Dunlops „SportMaxx RT“, Hankooks „Ventus S1 Evo²“, Kumhos „Ecsta PS 91“, Nokians „zLine“ sowie Pirellis „P Zero“ im Trockenen und im Nassen in den üblichen Disziplinen (Bremsweg, Handling, Aquaplaning etc.) sowie auch in Sachen ihrer Umwelteigenschaften (Rollwiderstand, Geräusch) beweisen. Den besten Eindruck hinterließ dabei in Summe wie schon beim Vorjahrestest des Blattes der Pirelli-Reifen, der folglich zum Testsieger gekürt wird und das Prädikat „besonders empfehlenswert“ einheimsen kann.

Dem Modell des italienischen Herstellers werden unter anderem ein „extrem hohes Gripniveau und kurze Bremswege auf Nässe“ attestiert. Er lasse sich präzise und zielgenau fahren und weise einen breiten Grenzbereich auf, heißt es weiter. „Auch auf trockenem Kurs weitgehend neutrale Balance mit feinem Mitsteuern beim Lastwechsel. Guter Abrollkomfort, akzeptabler Rollwiderstand“, stehen darüber hinaus im Testprotokoll des „P Zero“, der jedoch leichte Schwächen im Längs- und Queraquaplaning gezeigt haben soll. Hinter dem Italiener kommen der „SportContact 5 P“ und der „Ventus S1 Evo²“ als gemeinsame Zweite bei dem Produktvergleich ins Ziel. Die Leistungen beider im Nassen sind nur geringfügig schlechter als die des Testsiegers, während der Abstand zu diesem auf trockener Fahrbahn schon ein wenig größer ist.

Als Malus werden dem Conti-Reifen darüber hinaus im Wesentlichen ein etwas erhöhter Rollwiderstand sowie ein „lauteres Abrollgeräusch“ angekreidet, wobei auch der Hankook-Reifen in Sachen Rollwiderstand sich nicht hervortun konnte. Beide Modelle werden als „empfehlenswert“ bezeichnet wie auch der Dunlop- und der Nokian-Reifen auf den zwei folgenden Plätzen. „Schwaches Nassbremsen, große Lenkwinkel bei forcierter Kurvenfahrt. Abstriche im Handling wegen mangelnder Präzision und Agilität“, werden beim „SportMaxx RT“ als Schwächen aufgelistet. Der „zLine“ konnte die Tester demnach vor allem in den Disziplinen Queraquaplaning, Lenkpräzision und Rollwiderstand nicht restlos überzeugen. Beim „Potenza S001“ und „Ecsta PS 91“ wird die Liste der Schwächen dann noch ein wenig länger, sodass beide seitens Sportauto nur für „bedingt empfehlenswert“ gehalten werden.

„Schwächen beim Nassbremsen“ werden dem Bridgestone-Reifen ebenso angekreidet wie Lastwechselempfindlichkeit, eine ungenügende Balance selbst im Trockenen, mangelnde Lenkpräzision, wenig Reserven bei größeren Lenkwinkeln und Komfortschwächen. Der Kumho-Reifen hält demgegenüber vor allem deshalb die rote Laterne des Tests, weil er bei Trockenheit zwar sehr gut mit den besten des Vergleiches mithalten kann, dafür aber bei Nässe „markante Schwächen“ zeigt. „Mit massivem Untersteuern und ausgeprägter Lastwechselempfindlichkeit ist er schwer kontrollierbar“, sagen die Tester, die zugleich noch von Schwächen bei Traktion und Lenkpräzision sprechen. christian.marx@reifenpresse.de

–> Sämtliche Details zu diesem und allen anderen bisher erschienenen Tests finden Sie wie gewohnt in unserer umfangreichen Reifentestdatenbank.

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