Zuversichtlicher ZF-Ausblick auf 2015

Bei der ZF Friedrichshafen AG ist man nicht nur mit dem sich dem Ende zuneigenden Jahr 2014 zufrieden – auch bezüglich des Blickes in Richtung 2015 gibt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Aller Voraussicht nach werde man das noch laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von mehr als 18,0 Milliarden Euro abschließen können, heißt es vonseiten des Automobilzulieferers. Dies entspräche einem Plus von wenigstens sieben Prozent gegenüber den 16,8 Milliarden Euro, die 2013 erlöst werden konnten. „Das Jahr 2014 war nicht einfach für die Automobilindustrie“, sagt nichtsdestoweniger der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer, der sich angesichts dessen umso erfreuter gibt, dass man „durch das Engagement der ZF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erneut überdurchschnittlich gewachsen“ sei.

Bei alldem sind die Entwicklungen in den einzelnen Märkte Sommers Worten zufolge recht uneinheitlich angesichts beispielsweise der „schwierigen wirtschaftlichen Situation“ in Brasilien oder des russisch-ukrainischen Konflikts, welche die Umsätze in den Regionen Südamerika und Osteuropa „spürbar belastet“ hätten. Dafür haben sich die ZF-Geschäfte in Nordamerika und Asien-Pazifik demnach deutlich besser entwickelt, und auch für Europa etwa wird ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 10,3 Milliarden Euro berichtet. Für das nächste Jahr rechnet der ZF-Chef mit einem Umsatzwachstum auf einem ähnlichen Niveau wie in diesem Jahr in allen Produktsegmenten bei einem moderaten Wachstum der Märkte.

Bestimmendes Thema für das Jahr 2015 sei der Abschluss des Kaufs von TRW Automotive sowie die anschließende Integration des Unternehmens. Nachdem die TRW-Aktionäre dem Kauf am 19. November zugestimmt haben, laufen derzeit kartellrechtliche Prüfungen. Bis zum Abschluss des Kaufs (Closing), der im ersten Halbjahr 2015 erwartet wird, soll – erklärt Sommer – „ein Team mit Spezialisten beider Unternehmen die Integration vorbereiten“. Geleitet werde das Team von einem automotive- und integrationserfahrenen Manager. „Uns ist wichtig, das Beste aus beiden Welten zusammenzuführen, um diese einmalige strategische Chance optimal zu nutzen“, so Sommer.

So böten zum Beispiel die höchst effiziente Hybrid-Antriebstechnologie von ZF einerseits und Zukunftstechnologien wie Fahrassistenzsysteme von TRW andererseits ein modernes und umfassendes Gesamtportfolio, heißt es vonseiten der ZF Friedrichshafen AG, für die 2015 im Übrigen auch ein Jubiläumsjahr ist. Denn vor hundert Jahren – am 9. September 1915 – wurde schließlich die Zahnradfabrik GmbH und damit die Keimzelle des heutigen Konzerns als Unternehmen zur „Herstellung von Zahnrädern und Getrieben für Luftfahrzeuge, Motorwagen und Motorboote“ gegründet. Das rund Jubiläum will man mit den Mitarbeitern weltweit in verschiedener Form gebührend feiern. cm

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