Mehr als Premium: Michelin will im unteren Marktsegment Boden gutmachen

Der Michelin-Konzern macht sich offenbar Sorgen um die zunehmende Präsenz von Budgetreifen auf den internationalen Reifenmärkten. Aktuell stammt bereits jeder zweite nach Europa exportierte Reifen aus China – Tendenz steigend. Dem entsprechend plant der französische Reifenkonzern der Zeitung Automotive News Europe zufolge nun die Verdoppelung seiner eigenen Absätze in diesem Segment. Aktuell stammten rund 15 bis 20 Prozent der Pkw-Reifenabsätze Michelins aus dem entsprechenden Marktsegment. Michelin-CEO Jean-Dominique Senard zufolge soll dieser Anteil in den kommenden fünf bis zehn Jahren auf wenigstens 25 bis 30 Prozent gesteigert werden. Dabei wolle Michelin selbst nicht den Weg über Produktion in China gehen, was den europäischen Markt betrifft, sondern auch Reifen für das untere Marktsegment lokal produzieren.

Michelin betreibt im serbischen Pirot die Tigar-Reifenfabrik, in der gleichnamige Reifen, aber auch solche der Marken Kormoran und Riken für den Vertrieb in Europa, Russland und dem Mittleren Osten gefertigt werden. Einer der Gründe, warum auch chinesische Reifen in Europa zunehmend an Marktbedeutung gewännen, so Senard der Zeitung zufolge am Rande der jüngst in China zu Ende gegangenen Challenge Bibendum, sei deren zunehmende Qualität. Gerade durch die Einführung des EU-Reifenlabels sei die Vergleichbarkeit chinesischer Reifen mit anderen Reifen noch einfacher geworden – mit dem besagte Effekt auf die Absatzzahlen. In diesem Zusammenhang betonte Senard außerdem, dass man bei Michelin auch bei Produkten für das untere Marktsegment keinerlei Abstriche in Bezug auf deren Sicherheit machen werde. ab

 

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