Tweel-Reifen noch nichts für Pkws – PAX-System kein Präzedenzfall

Michelins Nordamerika-Chef Pete Selleck wandte sich gestern anlässlich der Einweihung der neuen Tweel-Fabrik in Piedmont (South Carolina) gegen Spekulationen, wonach die Luftlosreifen des französischen Herstellers schon bald auch auf Pkws verbaut werden könnten. Als Michelin die Eröffnung der neuen Fabrik ankündigte, waren entsprechende Spekulationen ins Kraut geschossen, liegt die Tweel-Fabrik doch nicht weit von der BMW-Automobilfabrik in Spartanburg (South Carolina) entfernt.

Selleck zufolge funktionierten pneumatische Reifen in vielerlei Hinsicht bei Pkws immer noch besser als Luftlosreifen wie Tweel, etwa was Komfort und Kraftstoffeffizienz – gerade bei höheren Geschwindigkeiten – betrifft. „Im Laufe der Zeit werden beide Technologien miteinander konkurrieren und die beste wird sich dann durchsetzen“, so Selleck weiter. Bei Michelin werde man demnach auch weiterhin an der Nutzung von Tweel-Reifen auch bei Pkws arbeiten; man sehe noch Entwicklungspotenzial. Was die Zukunft bringt, könne man indes nicht vorhersagen.

1998 hatte Michelin etwas die PAX-Technologie eingeführt, bei der ein Stützring den defekten Reifen bis zur Ankunft in der nächsten Werkstatt auf der Felge halten sollte. Der französische Hersteller hatte das System 2007 eingestellt; der Markt hatte das komplexe, teure System schlichtweg nicht akzeptiert und stattdessen herkömmlichen Notlaufreifen – wenn überhaupt – den Vorzug gegeben. In Bezug auf die Tweel-Zukunft geben sich die Michelin-Manager nun allerdings schon deutlich optimistischer als dies damals beim PAX-System der Fall war. ab

 

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