Insel der Glückseligen: Briten sind Winterreifen zu teuer, nutzlos und aufwendig

Während das Wohlergehen des deutschen Reifenhandels und der gesamten Branche stark an der Umrüstung auf Winterreifen hängt – und da sieht es derzeit aufgrund des (wieder einmal) außergewöhnlich milden Klimas nicht gerade rosig aus –, erscheint die hiesige Marktsituation im Lichte einer neuen Studie aus Großbritannien noch geradezu himmlisch. Dort nämlich fand Falken Tyre Europe jetzt bei einer Umfrage heraus, warum sich Briten offenkundig so hartnäckig gegen Winterreifen sperren, auch wenn sie mitunter sogar ‚nur’ als „Cold Weather Tyres“ angepriesen werden. Wo liegt jetzt die Insel der Glückseligen?

Der Umfrage zufolge sind Winterreifen schlichtweg jedem vierten Briten zu teuer. Weitere 20 Prozent der Befragten sind der Ansicht: Winterreifen braucht kein Mensch auf der Insel mit ihren vergleichsweise milden, zumeist schneefreien Wintern. Und noch einmal 19 Prozent zeigten sich überzeugt, dass das Ganze Umrüsten viel zu aufwendig ist. Positiv hingegen fiel bei der Umfrage wohl auf, dass nur noch acht Prozent der Befragten noch niemals von Winterreifen gehört hatten; die Bekanntheit des Produktes in Großbritannien sei folglich gestiegen, freut sich der Hersteller dazu in einer Mitteilung.

Recherchen unserer britischen Schwesterzeitschrift Tyres & Accessories zufolge werden in Großbritannien dieses Jahr rund 450.000 herkömmliche Winterreifen vermarktet, und das in einem Markt mit einem Jahresvolumen von 30 bis 35 Millionen Pkw-Reifen. Die Umrüstquote in Großbritannien liegt folglich bei gerade einmal 1,5 Prozent, maximal. Darf man da noch von „Insel der Glückseligen“ reden? ab

 

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