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Reifen-Ihle-Insolvenzverwalter spricht 30 weitere Kündigungen aus

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Auch wenn es für die beiden zentralen Gesellschaften der insolventen Reifen-Ihle-Gruppe aus Günzburg offenbar eine Zukunft gibt – die zwölf Filialen der Reifen Ihle Service GmbH sind an Reifen Müller (Hammelburg) verkauft und der Verkauf des Runderneuerungswerks der R-I-G Technische Produkte GmbH an ein Finanzunternehmen steht offensichtlich unmittelbar bevor – sehen die Aussichten gerade für die ebenfalls insolvente Verwaltungs- und Großhandelsgesellschaft Reifen Ihle GmbH nicht allzu rosig aus. Der Insolvenzverwalter habe jetzt zwei Dritteln der Mitarbeiter dort die Kündigung ausgesprochen. Es gibt aber dennoch auch für diese Mitarbeiter weiterhin eine gewisse Hoffnung.

Wie die Zeitung Augsburger Allgemeine schreibt, habe Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann nun 30 der zuletzt 46 Beschäftigten der Reifen Ihle GmbH kündigen müssen. „Das ist für die Betroffenen bitter, aber wir können es nicht ändern“, wird Hörmann dort zitiert. Das Problem der Gesellschaft: Sie hat auch Verwaltungsaufgaben der jetzt an Reifen Müller verkauften Reifen Ihle Service GmbH übernommen. Der Käufer aus Hammelburg werde für seine neuen Filialen etwa die Buchhaltung mit der bereits bestehenden eigenen Buchhaltungsabteilung leisten. Es ist anzunehmen, dass weitere Abteilungen mit sogenannten Holdingaufgaben ebenfalls betroffen sind. Wie Reifen-Müller-Inhaber Klaus Müller gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG versicherte, wolle man die Mitarbeiter in den Filialen grundsätzlich allesamt weiterbeschäftigen.

Hörmann und die gekündigten Mitarbeiter haben indes die Hoffnung, dass es bei einem erfolgreich vollzogenen Verkauf des Runderneuerungswerkes – dies soll jetzt binnen 14 Tagen geschehen – die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung für den einen oder anderen geben könnte. Die Betroffenen vor Ort hoffen jetzt darauf, dass möglichst schnell Klarheit hergestellt wird, betont auch Gerhard Bäuerle, Betriebsratsvorsitzender der RIG technische Produkte. Ursprünglich habe man den Verkauf des Runderneuerungswerkes bereits im Juni vollziehen wollen. Nun – fast ein halbes Jahr später – gebe es immer noch „Bedingungen“ zu erfüllen, damit der bereits unterzeichnete Kaufvertrag Gültigkeit erlangt.

Bereits im Mai war 18 Mitarbeitern der insolventen Reifen-Ihle-Gruppe gekündigt worden. ab

 

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