Schlussstrich im Übernahmestreit: Gericht weist Cooper-Forderung gegen Apollo ab

Montag, 3. November 2014 | 1 Kommentar
 

Der Chancery Court des US-Bundesstaates Delaware hat nun offensichtlich auch juristisch einen Schlussstrich unter die versuchte Übernahme von Cooper Tire & Rubber durch Apollo Tyres gezogen. Das Gericht kam zu der Überzeugung, der US-Hersteller habe gegen die mit Apollo Tyres getroffene Übernahmevereinbarung vom Juni 2013 verstoßen, und hat folglich Forderungen in Höhe von 112 Millionen Dollar für nichtig erklärt.

Cooper habe nicht verhindert, dass der chinesische Partner Chengshan Group Co. faktisch die Kontrolle an der Cooper Chengshan Tire Company Ltd. (CCT) übernahm, an der der US-Hersteller 65 Prozent hielt. Auch habe Cooper es daraufhin nicht geschafft, die für die Übernahmeverhandlungen notwendigen Geschäftsunterlagen des Joint Ventures beizubringen. Darin sei ein Verstoß gegen die Übernahmevereinbarung zu sehen, so der Delaware-Chancery-Court-Richter Sam Glasscock III – ob verschuldet oder nicht. Folglich habe die 2,5-Milliarden-Dollar-Übernahme nicht wie geplant vollzogen werden können. Cooper Tire & Rubber habe demnach auch keinen Anspruch auf die vertraglich vereinbarte Beendigungsgebühr (sogenannte „Break-up Fee“). Einer Stellungnahme von Cooper zufolge wolle der Hersteller sich jetzt „darauf konzentrieren, sein Geschäft zu betreiben“, worin Beobachter die Hinnahme des aktuellen Richterspruchs sehen. Im vergangenen Monat hatte Cooper Tire & Rubber seine Anteile an dem China-Joint-Venture an  die Chengshan Group veräußert und sich damit aus dem Gemeinschaftsunternehmen komplett zurückgezogen, das die Übernahmen durch Apollo Tyres hat Scheitern lassen. ab

 

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Kategorie: Markt

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