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Hochmolekulares EPDM soll als Ersatz für Naturkautschuk dienen

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Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat bei der International Rubber Expo der American Chemistry Society (ACS) in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee mit „Keltan 9565Q“ einen nach Unternehmensangaben marktreifen, ultrahochmolekularen Ethylen-Propylen-Dien- bzw. EPDM-Kautschuk vorgestellt. Dieser soll sich bei dynamischen Anwendungen als vollwertiger Ersatz für Naturkautschuk verwenden lassen. „Keltan“ kommt zwar nicht im Reifenbau, aber bei anderen Anwendungen in der Automobilindustrie etwa bei Türdichtungen, Schläuchen, Riemen oder Federdämpferelementen zum Einsatz. Die neue Spezifikation bringt gegenüber Naturkautschuk demnach insbesondere Vorteile hinsichtlich der Temperaturbeständigkeit mit sich. „‚Keltan 9565Q’ mit seiner maßgeschneiderten Molekularstruktur ist genauso belastbar und widerstandsfähig wie Naturkautschuk, kann diese Eigenschaften aber gleichzeitig bei hohen Temperaturen vorweisen“, sagt Niels van der Aar, Leiter Technischer Service und Anwendungsentwicklung des „Keltan“-Kautschukgeschäfts bei Lanxess. „Diese Temperaturbeständigkeit ermöglicht auch eine Verarbeitung auf einem höheren Temperaturniveau. Das verbessert die Produktivität und verringert die Kosten“, erklärt er. „Das gesättigte Polymergerüst verleiht diesem EPDM seine hervorragende Beständigkeit gegenüber Ozon, UV-Strahlung und Hitze. Schon seit Langem besteht der Wunsch, diese Eigenschaften für dynamische Anwendungen zu nutzen. Erst jetzt mit ‚Keltan 9565Q’ kann ein EPDM-Kautschuk vergleichbare Eigenschaften in puncto Belastbarkeit, Ermüdungsverhalten und Elastizität wie Naturkautschuk bei niedrigeren Temperaturen bieten“, so van der Aar. cm

 

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