Der neue Continental WinterContact TS 850 P (SUV)

Der neue Continental WinterContact TS 850 P geht an den Start. Mit dem neuen Modell toppen die Entwickler nach eigenen Angaben das Vorgängermodell beim Handling auf Schnee und trockener Straße sowie beim Bremsen. Möglich wird dies durch die neue Profilauslegung des asymmetrischen Winterreifens für die gehobene Mittel- und Oberklasse sowie SUVs. Er ist in anderthalb Dutzend populären Größen bereits verfügbar, davon sechs für SUVs, eine mit der ContiSeal-Technologie. Die völlige Durchdringung des Segmentes wird im Jahre 2016 mit dann etwa 80 Größen abgeschlossen sein.

Der WinterContact TS 850 P löst zusammen mit seinem „großen Bruder“ WinterContact TS 850 P SUV schrittweise die Vorgänger ContiWinterContact TS 830 P sowie ContiCrossContact Winter ab. Beide werden aber auch weiterhin in einem umfassenden Größenspektrum erhältlich sein. Der Marktführer bei Winterreifen will das neue Produkt auf demselben Preisniveau anbieten wir die Vorgängermodelle.

Winterreifenentwickler Dr. Holger Lange ist besonders stolz darauf, dass es bei dem neuen Produkt gelungen ist, zwei Eigenschaften gleichermaßen auf ein höheres Niveau zu stellen, bei denen Zielkonflikte überwunden werden mussten: Während aus der Erstausrüstung – also vonseiten der Fahrzeughersteller (Hauptkunden sind Audi und Mercedes-Benz) – der Ruf nach besseren Qualitäten im Trockenhandling erschallt, verlangt das Ersatzgeschäft – also der Endkunde – nach einer Optimierung der Wintereigenschaften. Hier habe man einen „echten Sprung“ gemacht und werde so beiden ja bedeutenden Seiten gerecht (siehe die beiden Schaubilder).

Sicherheit und Fahrspaß auf verschneiten Straßen werden vor allem durch die Auslegung der Innenschulter von Winterreifen beeinflusst. Hier profitiere der neue Winterreifen im Vergleich zum Vorgängermodell von höheren Winkeln und einem geringeren Abstand der Lamellen, heißt es. Dazu haben die Entwicklungsingenieure mehr Profilblöcke auf der Lauffläche anbringen können, sodass die Zahl der Griffkanten in Querrichtung deutlich gesteigert wurde. Die Lamellen in der Laufflächenmitte sowie der Innenseite des Reifenskönnen mehr Schnee aufnehmen und in Reibung – und damit in Grip – umsetzen, er lege um fünf Prozent in den Handlingeigenschaften auf Schnee zu, so die Hannoveraner.

Immer mehr Spezifikationen aus der Erstausrüstung ...

Immer mehr Spezifikationen aus der Erstausrüstung …

Das Trockenhandling von Winterreifen wird in hohem Maße durch ihre Profilsteifigkeit beeinflusst. Bei asymmetrischen Profilen konzentrieren sich die Reifenentwickler daher vor allem auf die Außenschulter des Reifens, wenn sie hier Fortschritte erzielen wollen. Daher sind die Lamellen der äußeren Blöcke des Reifens so gestaltet, dass sie die Steifigkeit des Blocks unterstützen. So können die Lenkbefehle bei schneller Kurvenfahrt noch präziser umgesetzt werden. Gleichzeitig stützen sich die Lamellen und Blöcke im Innen- und Mittenbereich des Profils ebenfalls gegenseitig ab, um zusätzliche Haftung zu ermöglichen. Ein weiterer Trick der Ingenieure ist die verkürzte Seitenwand, die den schnellen Aufbau von Seitenkräften unterstützt.

Für die Haftung beim Bremsen sorgt bei asymmetrischen Profilen der mittlere Bereich der Bodenaufstandsfläche. Um besonders kurze Verzögerungswerte zu erreichen, nahmen die Entwickler Anleihen an Sommerreifen: In der Mitte des Profils findet sich eine unterbrochene Bandstruktur, die das Kippen der Profilblöcke nicht zulässt, sodass beim Bremsen auf trockener und nasser Straße die hohen Kräfte wirkungsvoll übertragen werden können. Die Kontaktfläche mit der Straße vergrößert sich durch die Flexibilität der Blöcke beim Kurvenfahren, sodass auch beim Bremsen in dieser Fahrsituation hohe Haftungsreserven bereitstehen. Je nach Untergrund – nasse oder trockene Straße – verkürzen sich die Bremswege um bis zu fünf Prozent.

... immer mehr Größen im Ersatzgeschäft

… immer mehr Größen im Ersatzgeschäft

Neue Produktbezeichnungen

Mit dem WinterContact TS 850 P starten die Hannoveraner die Umsetzung einer neuen Produktbezeichnung für Pkw Winter- und Sommerreifen. Künftig werden alle neuen Produkte ohne die Kennzeichnung „Conti“ im Namen auskommen. Die neue Namensgebung erfolgt im Zuge der weltweiten Vereinheitlichung von Continental-Produktbezeichnungen, die mit diesen zwei Produktlinien beginnt und in den kommenden Jahren konsequent durchgeführt werden soll. Die neuen Winterreifen heißen demnach Continental WinterContact TS 850 P und Continental WinterContact TS 850 P SUV.

Das Lieferprogramm zum Produktionsstart ist so ausgelegt, dass von Anfang an eine gute Auswahl für stärker motorisierte und sportlich ausgelegte Wagen bereitsteht. Continental bietet den WinterContact TS 850 P für Felgen zwischen 16 und 20 Zoll Durchmesser sowie in Breiten von 205 bis 275 Millimetern an. Die Geschwindigkeitsfreigaben gehen bis zu sportlichen 270 km/h.

SUV-Versionen

Continental verfügt mit dem ContiCrossContact Winter über eine besonders breite Lieferpalette für nahezu alle in Europa gefertigten oder importierten SUVs und 4×4-Fahrzeuge. Rund 50 Dimensionen bietet der Hersteller aus Hannover, sodass sowohl kleinere SUVs wie der Audi Q3, Toyota RAV oder Lada Niva, aber auch große Fahrzeuge wie Porsche Cayenne oder Range Rover problemlos bestückt werden können. Der WinterContact TS 850 P SUV wird jetzt in zusätzlich sechs weiteren Größen zwischen 16 und 20 Zoll Durchmesser ins Programm genommen. Er wurde mit mehr Profilpositivanteil – also größeren Profilblöcken – ausgestattet, sodass das Eindringen von Steinen beim Fahren auf Schotterpisten verhindert wird. Gleichzeitig ist die Karkasse so ausgelegt, dass sie die Gewichte der schwereren SUV problemlos trägt und die hohen Kräfte beim Bremsen, Kurvenfahren und Beschleunigen effektiv überträgt. detlef.vogt@reifenpresse.de

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