Reifentester sehen „zu große Gefahr“ bei Ganzjahresreifen – Industrie widerspricht vehement

Immer wieder taucht die Diskussion zum Winter hin auf, inwieweit und unter welchen Bedingungen Ganzjahresreifen eine sichere und sinnvolle Alternative sind zu Sommerreifen im Sommer und Winterreifen im Winter. Der ADAC hat in diesem Jahr entsprechend der wachsenden Marktbedeutung von Ganzjahresreifen nach 2011 auch wieder einige der vermeintlichen Alleskönner seinem Test unterzogen. Das Ergebnis habe die Tester eigenen Aussagen zufolge „allerdings nicht überzeugt“, wie der ADAC dazu auf seiner Internetseite schreibt. Mehr noch: „Die Kompromisse, die bei den aktuellen Ganzjahresreifen eingegangen werden, bergen eine zu große Gefahr für die Verkehrssicherheit der Fahrer“, betont der Verband weiter, und hat damit eine Debatte über die Sicherheit von Ganzjahresreifen losgetreten, die auch von führenden Onlinemedien wie Bild.de angeheizt wird. Dort las man einen „erschreckenden ADAC-Vergleichstest“ und titelte dazu online: „Ganzjahresreifen ‚zu große Gefahr’“. Gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG widersprachen Vertreter der Industrie dem Fazit der Reifentester, bemühten sich aber gleichzeitig um Sachlichkeit und betonten: Ganzjahresreifen sind sehr wohl sicher. Im Folgenden dokumentieren wir die Aussagen der Industrie.


NEUE REIFENZEITUNG:

Laut dem aktuellen ADAC-Winterreifentest bergen Ganzjahresreifen eine „zu große Gefahr für die Verkehrssicherheit der Fahrer“. Sehen Sie dies genauso?

Goodyear:

Nein, die Aussagen des ADAC können sich nur auf die im aktuellen Test getesteten Produkte beziehen [Anm. d. Red.: Ein Goodyear-Ganzjahresreifen wurde nicht getestet]. Wir halten es nicht für angemessen, hieraus Rückschlüsse auf ein gesamtes Produktsegment zu ziehen. Unserem Produkt, dem Goodyear Vector 4Seasons, wird immer wieder ein ausgewogener Mix an Winter- und Sommereigenschaften bestätigt. Der All-Season-Reifen von Goodyear überzeugte zuletzt im aktuellen Ganzjahresreifentest der Auto Bild, der ihn als „überzeugenden Allwetterreifen mit ausgewogenen, sicheren Fahrqualitäten bei allen Witterungsbedingungen“ bewertet. Die durchweg guten Ergebnisse in allen Disziplinen zeigen, dass der Allrounder von Goodyear eine hervorragende Balance von Winter- und Sommerreifen aufweist.

Vredestein:

Das sehen wir mit Sicherheit nicht so. Unser Produkt hat im ADAC-Test mit „ausreichend“ abgeschnitten und „ausreichend“ bedeutet nach unserer Interpretation und dem Schulnotenprinzip immer noch einen Wert, der den Reifen, der als Kompromiss konzipiert wurde, nicht als gefährlich einstuft, sondern unser Produkt als ausreichend für die täglichen Anforderungen bewertet.

Wenn Sie andere Testergebnisse – wie z.B. den jüngsten Auto-Bild-Ganzjahresreifentest – einbeziehen, ergeben sich zwischen beiden Testergebnissen doch zum Teil gravierende Unterschiede. Das zeigt, dass es bei jedem Test auch Interpretationsspielraum zu geben scheint oder aber die Reifen unter unterschiedlichsten Bedingungen gefahren wurden und eine Vergleichbarkeit dadurch unmöglich wird. Wie Sie anhand des ADAC-Tests sehen können, haben Winterreifenprodukte von anderen Herstellern weitaus schlechtere Ergebnisse als unser Ganzjahresreifen gezeigt.

Des Weiteren möchte ich zum Abschluss dieses Punktes folgendes zu bedenken geben: Beim ADAC gibt es kein „sehr gut“. Jeder Vergleich fängt beim besten Reifen mit einem „gut“ an. Wenn man dann mit „ausreichend“ einen Abstand mit maximal zwei Schulnoten sieht, ist weiterer Platz für Interpretationsmöglichkeiten gegeben. Unsere Produkte werden nach den neuesten Standards und Prüfkriterien unseres Unternehmens produziert und erlauben dem Endverbraucher für seinen Einsatzwunsch des Ganzjahresreifens einen bestmöglichen Kompromiss.

Falken:

Nein, bezugnehmend auf unser Produkt, dem EuroAll Season AS200 zeigt(e) dieser durchaus gute bis ausreichende Leistungen in diversen Reifentests. Grundsätzlich muss klar sein, dass bei jeder Reifenentwicklung Zielkonflikte auftreten, denn von Reifen – egal ob Sommer- oder Winterspezialisten – werden Leistungseigenschaften gefordert, die gegensätzlich sind. Dies gilt insbesondere für Ganzjahresreifen.

Unsere Empfehlung: Jeder Fahrer sollte sich beim Reifenkauf überlegen, welche Anforderungen ihm am wichtigsten sind oder weniger Relevanz haben und im Zweifelsfall sich beim Reifenfachhandel beraten lassen.

Kumho:

Nein, dies sehen wir nicht genauso! Ein Ganzjahresreifen stellt immer einen Kompromiss dar und wird im Sommer nie die Gesamt-Performance eines Sommerreifens und im Winter nie die Gesamtperformance eines Winterreifens erreichen, d.h. aber nicht, dass der Ganzjahresreifen eine Gefahr darstellt. Grundsätzlich schließen wir uns der finalen Beurteilung der Auto-Bild-Redakteure Dierk Möller-Sonntag und Henning Klipp an: „Allwetterreifen sind Kompromisse: Sie überzeugen aber nicht mit Spitzenleistungen in allen Fällen. Ihr Vorteil liegt in ihrer unkomplizierten Nutzung: Das lästige Reifenwechseln entfällt ebenso wie die Ausgaben für den zweiten Reifensatz, zusätzliche Felgen und Luftdrucksensoren. Doch die Physik setzt den Allwettermodellen Grenzen. Deshalb gilt unsere Empfehlung nur für kleinere Dimensionen, passend für Klein- und Kompaktwagen.“ Für Vielfahrer, Fahrer von Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse sowie Sportwagen empfehlen wir weiterhin Sommer- und Winterreifen. In schneereichen Gebieten müssen selbstverständlich immer Winterreifen im Winter montiert werden, unabhängig vom Fahrzeugtyp.


NEUE REIFENZEITUNG:

Ganzjahresreifen sind immer ein Kompromiss – sicher. Müssten bei etwaigen grundsätzlichen Sicherheitsbedenken, wie der ADAC sie äußert, nicht auch vonseiten der Hersteller bzw. des Gesetzgebers entsprechende Entscheidungen getroffen werden?

Goodyear:

Aus unserer Sicht gibt es keine Grundlage für solche grundsätzlichen Bedenken. Ein guter Ganzjahresreifen bietet eine gute Balance von Leistungseigenschaften zum Einsatz bei Sommer und Winter. Der Gesetzgeber verlangt im Übrigen bei winterlichen Straßenverhältnissen den Einsatz von M+S-Reifen. Unsere Goodyear-Ganzjahresreifen für Pkw besitzen darüber hinaus die Schneeflocke, die auf gute Wintereigenschaften hinweist.

Vredestein:

Nochmals: Wir als Hersteller von qualitativ hochwertigen Ganzjahresreifen können nur unterstreichen, dass unsere Produkte nach den neuesten Produkterfahrungen und Produktanforderungen hergestellt wurden. Wir haben die Produkte im Ganzjahresreifen-Pkw-Segment für die unterschiedlichen Anforderungen und Wünsche produziert – einmal der getestete Quatrac Lite und zum anderen der seit vielen Jahren bewährten Quatrac 3 sowie der gerade in der Einführung befindliche Quatrac 5, der einen weiteren Schritt zu einer optimalen Produktausrichtung ermöglicht. Wir sind überzeugt, dass der Gesetzgeber nicht nur bei Ganzjahresreifen Maßstäbe ansetzen muss, sondern dieses auch für den Winterreifenbereich tun sollte. Hier z.B. meinen wir die Mindestprofiltiefe.

Falken:

Prinzipiell muss man wissen: Bis ein Reifen im Handel zu finden ist, wird er strengsten Tests unterzogen. Reifen mit grundsätzlichen Sicherheitsbedenken werden somit aussortiert und schaffen den Weg in die Serienproduktion erst gar nicht. Dies ist auch bei unserem Falken EuroAll Season AS200 der Fall. Mit verschiedenen Entscheidungen wie z.B. der Winterreifenverordnung aus dem Jahr 2005 hat der Gesetzgeber bereits wichtige Schritte zur Bewahrung der Sicherheit eingeleitet.

Kumho:

Unter Umständen ja. Bekanntlich hat das M+S-Symbol, das alle getesteten Ganzjahresreifen tragen, keine Aussagekraft im Hinblick auf die Winterperformance. Die (veralteten) Tests zur Erlangung des Schneeflockensymbols könnte überdacht werden. Nichtsdestotrotz wurde im Falle Kumho nicht die Winterperformance kritisiert, sondern die Trockenperformance – diese Tatsache werden wir intern untersuchen und falls erforderlich die notwendigen Schritte einleiten.


NEUE REIFENZEITUNG:

Halten Sie es technisch irgendwann in näherer Zukunft für möglich, dass Ganzjahresreifen sowohl im Winter wie auch im Sommer gut funktionieren und dann folglich kein Kompromiss mehr sein werden?

Goodyear:

Alle Reifen – auch Sommer- und Winterreifen – müssen Kompromisse abdecken und gegenläufige Eigenschaften abbilden, z.B. zwischen Nasshaftung und Rollwiderstand. Bei Reifen, die das ganze Jahr und somit über einen weiten Temperaturbereich und bei unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen eingesetzt werden, vergrößert sich die gegenläufige Anforderungsspanne noch. Deswegen setzen wir bei Goodyear hier besonders viel „Hightech“ ein. Unser Produkt, der Vector 4Seasons, bietet eine ausgewogene Performance bei allen Wetterbedingungen.

Vredestein:

Vredestein produziert seit mehr als 20 Jahren Ganzjahresreifen für den europäischen Markt und die Anforderungen der jeweiligen Automobilgenerationen. Trotzdem wird unserer Meinung nach ein Ganzjahresreifen immer ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen sein. Gleichwohl können wir heute sagen, dass durch die langjährige Erfahrung unseres Hauses und unserer eigenen Tests, die wir permanent durchführen, der Ganzjahresreifen als Kompromiss aller Voraussicht nach eine große Zukunft und Daseinsberechtigung haben wird.

Um Ihnen ein kurzes Anschauungsbild zu vermitteln, stellen wir Ihnen folgendes Foto zur Verfügung:

Vredestein illustriert: Ganzjahresreifen sind immer ein Kompromiss – im Winter nicht ganz so gut wie Winterreifen und im Sommer nicht ganz so gut wie Sommerreifen

Vredestein illustriert: Ganzjahresreifen sind immer ein Kompromiss – im Winter nicht ganz so gut wie Winterreifen und im Sommer nicht ganz so gut wie Sommerreifen

Hierbei können Sie einen internen Test anlässlich der Einführung des Quatrac 5 auf dem Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring sehen. Dort wurden winterähnliche Verhältnisse hergestellt und es wird verdeutlicht, wie unterschiedlich die Bremswege im Winter mit den verschiedenen Reifen sind: Das erste Fahrzeug bremst mit Winterreifen, das weiße Fahrzeug in der Mitte mit Ganzjahresreifen und das vordere mit Sommerreifen. Wir denken, dass man hier deutlich sehen kann, dass der Ganzjahresreifen ein Kompromiss ist, aber wesentlich mehr Sicherheit bietet als ein Sommerreifen und wir auch auf Grund der RDKS-Situation jedem Endverbraucher empfehlen, im Winter nicht mit Sommerreifen zu fahren, sondern sich den für ihn richtigen Reifen auszusuchen.

Falken:

Wie bereits erläutert, finden sich bei jeder Reifenentwicklung Zielkonflikte, denn von Reifen werden Leistungseigenschaften gefordert, die gegensätzlich sind, wie z.B. Rollwiderstand und Nassbremsen. Ob es in Zukunft produktionsseitig möglich sein wird, einen Ganzjahresreifen zu produzieren, der die Stärken von Winter- und Sommerreifen vereint und somit kein Kompromiss mehr sein wird, ist Gegenstand ständiger Forschung und von den eingesetzten Materialien und Produktionsverfahren abhängig. Diese werden bei Falken stetig weiterentwickelt, sodass Schwächen eines Reifens immer mehr minimiert werden können.

Kumho:

Nein. Aufgrund neuer Materialien und Mischungen wird die Gesamtperformance von Ganzjahresreifen jedoch zukünftig noch besser werden – dennoch werden Ganzjahresreifen immer einen Kompromiss darstellen. Ein Ganzjahresreifen, Stand heute, würde beispielsweise gegenüber einem Sommer- oder Winterreifen, Stand vor fünf Jahren, sicherlich deutlich besser abschneiden. Da gleichzeitig aber auch die Leistungsfähigkeit von Sommer- und Winterreifen ständig verbessert wird, wird immer ein gewisser Abstand zur Sommer- bzw. Winterperformance bleiben.


NEUE REIFENZEITUNG:

Hat der Endverbraucher einen Anspruch auf ein – für ihn und seine persönlichen Umstände passendes – Produkt, das ihn vielleicht in Gefahr bringt, wenn dies denn so wäre?

Goodyear:

Unser Anspruch ist es, hochqualitative Produkte für verschiedene Einsatzbereiche anzubieten. Der Ganzjahresreifen ist für Kunden gedacht, die ein Produkt suchen, das das ganze Jahr über gute und ausgewogene Fahreigenschaften bietet. Hauptsächliche Einsatzgebiete sind etwa der Großstadtverkehr in eher schneearmen Regionen, wo eine geschlossene Schneedecke und extreme Glätte nur selten vorkommen. Wer vorwiegend in schneereichen gebirgigen Gegenden unterwegs ist, sollte sich für moderne Winterreifen entscheiden, da die Spezialreifen bei deutlich winterlichen Straßenverhältnissen leistungsfähiger sind.

Vredestein:

Jeder Endverbraucher hat natürlich das Anrecht auf das Produkt, das er möchte – wobei hier natürlich ganz besonders die Rolle des Reifenfachhandels mit einer ganz persönlichen Beratung zum Tragen kommt. Gerade im Bereich der Ganzjahresreifen ist es erforderlich, dass der Endverbraucher ein Produkt erwirbt, was ihm die bestmögliche Sicherheit gewährt. Das gilt unserer Meinung nach auch für Sommer- und Winterreifen. Und trotzdem gibt es Kunden, die auf Grund ihrer finanziellen Mittel zu Reifen greifen, die man eigentlich nicht empfehlen kann. Der Reifenfachhändler oder der Verkäufer sollte sich die Zeit nehmen, mit dem Kunden über die Einsatzbedingungen konsequent zu diskutieren und ganz klar zur Aussage bringen, dass es sich bei einem Ganzjahresreifen um einen Kompromiss zwischen zwei Spezialprodukten handelt.

Falken:

Falken ist immer bemüht, passende Reifen für jeden Verbraucher und die unterschiedlichsten Anforderungen anzubieten. Dabei spielt die Sicherheit natürlich eine der Hauptrollen.


NEUE REIFENZEITUNG:

Welche Schlussfolgerungen zieht Ihr Unternehmen in Bezug auf Ihre Produkte bzw. Ihr Produktsortiment aus den aktuellen Ganzjahresreifentests?

Goodyear:

Wir sehen hier für unser Haus keinen Handlungsbedarf. Wir werden in unserem Produktsortiment für Pkw-Reifen auch weiterhin auf Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen setzen. Wir stellen uns selbstverständlich allen Tests. Die aktuellen Winterreifentests, der Ganzjahresreifentest der Auto-Bild und die Sommerreifentests dieses Jahres bestätigen unserem Produktportfolio Leistungseigenschaften auf hohem Niveau. Wir sehen zudem eine steigende Nachfrage nach Ganzjahresreifen. Und auch in der Erstausrüstung sehen wir eine steigende Beliebtheit. So bieten Premiumhersteller für Fahrzeuge der Klein- und Kompaktklasse auch Ganzjahresreifen – darunter auch Goodyear-Reifen – in der Erstausrüstung als Option an.

Vredestein:

Als führender Hersteller von Ganzjahresreifen werden wir auch in Zukunft in Forschung und Entwicklung dieses Produktsegmentes investieren. Die stetig steigende Nachfrage im Segment der Ganzjahresreifen und die Akzeptanz unserer Produkte durch den Endverbraucher bestätigt uns in unseren Anstrengungen, die Quatrac-Produktfamilie kontinuierlich durch innovative und zukunftsweisende Technologien weiter zu entwickeln.

Falken:

Wir nehmen Testergebnisse sehr ernst und beziehen sie in unser Qualitätsmanagement und in die Entwicklung zukünftiger Reifengenerationen mit ein. Zudem wird deutlich, dass die Eigenarten von Ganzjahresreifen nicht ganz bekannt zu sein scheinen. Hier muss unter anderem der Händler mehr Aufklärungsarbeit leisten.

Kumho:

Momentan laufen noch interne Analyse und Entscheidungsprozesse sowie weitere interne Tests. Treffen mit den jeweiligen Testredaktionen sind geplant. Danach werden wir entsprechende Schlussfolgerungen ziehen.


NEUE REIFENZEITUNG:

Während führende Onlinemedien wie Bild.de das ADAC-Fazit mit der Schlagzeile aufgriffen, „Ganzjahresreifen ‚zu große Gefahr’“, werden beim ebenfalls aktuellen Auto-Bild-Test gleich mehrere Ganzjahresreifen als „Vorbildlich“ oder „Gut“ eingestuft, darunter auch ein vermeintlich „Gefahr“ bringender Reifen aus dem ADAC-Test (Vredestein Quatrac Lite). Wie kann man dies Reifenhändlern und wie könne diese das ihren Kunden erklären?

Goodyear:

Verschiedene Reifentests können bei den gleichen Produkten zu unterschiedlichen Ergebnissen führen beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Testprozedere, Testbedingungen, Gewichtung der Ergebnisse oder Reifengrößen.

Vredestein:

Hier nochmals zur Anführung: Unser Produkt hat mit „ausreichend“ abgeschlossen und „ausreichend“ bedeutet, den Anforderungen ausreichend zu genügen. Wir glauben, dass gerade diese beiden Tests große Interpretationsmöglichkeiten geben und nun wir als Hersteller unserem Partner weitere Erklärungsmöglichkeiten an die Hand geben, damit er den Endverbraucher richtig und gut beraten kann.

Falken:

Für Händler sind die unterschiedlichen Ergebnisse teilweise schwer nachzuvollziehen. Gründe dafür können unterschiedliche Testkriterien bzw. Gewichtungen in beiden Tests sein. Im Auto-Bild-Test wurde differenzierter auf Ganzjahresreifen eingegangen. Für Händler ist es wichtig, diesen Unterschied zu kennen und beim Reifenkauf über die unterschiedlichen Reifentypen zu informieren.

Insbesondere für Endverbraucher wirken die unterschiedlichen Testergebnisse extrem verunsichernd. Der ADAC nimmt seine Funktion natürlich sehr ernst und möchte alle Verkehrsteilnehmer, auch Reifenfremde, über potenzielle Gefahren aufklären. Daher ist es für Endverbraucher wichtig, dass sie beim Reifenkauf für die unterschiedlichen Reifentypen und deren Vor- und Nachteile vom Händler sensibilisiert werden. Bei unserem getesteten Produkt, dem EuroAll Season AS200, war das Resultat im Hinblick auf die Stärken und den weniger starken Eigenschaften im ADAC und der Auto-Bild ähnlich, für andere Hersteller können wir nicht sprechen.

Kumho:

Grundsätzlich ist jeder Test individuell zu betrachten. Unterschiedliche Testgrößen, Testfahrzeuge, Teststrecken und Wetterbedingungen implizieren automatisch unterschiedliche Ergebnisse, die dennoch natürlich grundsätzlich zumindest tendenziell ähnlich sein sollten. Im Falle der beiden oben genannten Tests liegen die unterschiedlichen Ergebnisse an der unterschiedlichen Erwartungshaltung der jeweiligen Redakteure bzw. Fachzeitschriften, d.h. wenn ich einen Ganzjahresreifen grundsätzlich als Kompromiss sehe (Auto Bild) und nicht erwarte, dass er im Sommer identische Leistungen wie ein Sommerreifen und im Winter wie ein Winterreifen erzielt (ADAC), erhalte ich natürlich ein anderes Gesamturteil. ab

 

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