Streit um Kumhos „Wurzeln“

Im Jahre 1948 hatte Park In-cheon ein kleines Taxiunternehmen gegründet, aus dem bald die größte überregionale Busgesellschaft Koreas werden sollte. Die Fahrzeuge der Linie „Kumho Express Bus“ sind inzwischen über Südkorea hinaus auch in China und Vietnam im Straßenbild zu finden. Vor etwa zwei Jahren hatte das aus dieser Keimzelle erwachsene 14-größte koreanische Firmenkonglomerat, zu dem auch der Reifenhersteller Kumho Tire gehört, die Busgesellschaft verkaufen müssen, weil es in finanzielle Schieflage zu geraten drohte. Jetzt will Kumho Asiana – inzwischen genesen – „Kumho Express Bus“ zurückkaufen, ist allerdings mit den neuen Besitzern heftig aneinander geraten.

Im Jahre 2012 hatte Kumho Asiana die Busgesellschaft für 331 Billionen Won (nach heutigem Umrechenkurs knapp 250 Millionen Euro) veräußert. Den damaligen Käufern – der Investmentgesellschaft IBK Securities-Keistone Partners – schwebt allerdings ein Einstiegspreis für einen Bieterwettbewerb um den Weiterverkauf in Höhe von 600 Billionen Won (etwa 450 Millionen Euro) vor. Zwar hatte sich Kumho Asiana in den Vertrag zum Verkauf vor zwei Jahren auch ein Vorkaufsrecht schreiben lassen, sollte die Buslinie irgendwann von den Investoren weiterveräußert werden, aber die sind sauer, weil Mitglieder des Managements von „Kumho Express Bus“ angeblich heimlich potenzielle weitere Interessenten veranlassen, nicht an einem Bieterprozess teilzunehmen und so auf einen günstigeren Preis für Kumho Asiana hinzuwirken. dv

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