Berührungslose Profiltiefenmessung bei MAHA – zweite Generation

Dienstag, 5. August 2014 | 0 Kommentare
 
Das Potenzial der MTD 2000 ist noch nicht ausgeschöpft
Das Potenzial der MTD 2000 ist noch nicht ausgeschöpft

Um Kfz-Fachleuten das Messen und Dokumentieren der Reifenprofiltiefe zu erleichtern, hat Werkstattausrüster MAHA Maschinenbau Haldenwang GmbH & Co. KG im letzten Jahr das berührungslose Reifenprofiltiefenmessgerät MTD 2000 auf den Markt gebracht. Auf der Automechanika 2014 im September will MAHA dem Fachpublikum die zweite Generation des innovativen Messgerätes und weitere Applikationsvarianten vorstellen.

In der neuesten Ausführung sind die Messkassetten des MTD 2000 deutlich kompakter und leichter. So wurde beispielsweise die Höhe um über ein Drittel im Vergleich zur ersten Generation reduziert. Die Messkassetten lassen sich nun vollständig und ohne Überstand in die Fahrflächen der Annahmebühne integrieren. Zudem konnten die MAHA-Entwickler das Gewicht pro Messkassette um 15 Kilogramm senken.

Des Weiteren hat MAHA die geometrische Anordnung der Kamera zur Lichtquelle optimiert, wodurch die Scheibe der Messkassetten beinahe senkrecht steht. Straßenschmutz und Wasser kann ungehindert durch die Messkassette nach unten entweichen, ohne die Scheibe zu verschmutzen. Dank dieser konstruktiven Verbesserung kann auf die Pneumatik-Einheit für das Reinigen der Scheibe komplett verzichtet werden. Das senkt den Energieverbrauch in der Werkstatt, den Installationsaufwand und die Betriebskosten. Außerdem sind die Messkassetten nun komplett wartungsfrei. Staub und Spritzwasser, die gegebenenfalls auf der Scheibe der Messkassette landen, werden von der Software des MTD 2000 ausgeblendet.

Mit der Markteinführung des MTD 2000 der zweiten Generation erweitert MAHA auch die Applikationsvarianten des Reifenprofiltiefenmessgerätes. Nach wie vor wird es das Messsystem als voll integrierte Lösung in die Fahrflächenhebebühnen DUO CM 4.2 A, DUO CM 4.2 U, ZS SQUARE II 3.5 PF und ZS SQUARE II 5.0 PF geben. Diese Variante ist ideal für Prüfstraßen in der Direktannahme oder bei Prüforganisationen. In einer weiteren Ausführung wird es das MTD 2000 als Überflurlösung für den mobilen oder stationären Einsatz geben. In dieser Ausführung empfiehlt sich das Gerät vor allem für Reifenservicebetriebe oder Flottenbetreiber. Darüber hinaus wird das MTD 2000 auch als „Stand-alone-Gerät“ in einem Fundament verfügbar sein. Diese Variante bietet sich an für das Erweitern einer vorhandenen Prüfstraße oder als Einzelgerät im Annahmebereich.

Die Visualisierung und Dokumentation der Messwerte erfolgt entweder innerhalb des FFI-Konzeptes von MAHA oder über die Prüfdatensoftware „Eurosystem“. Bei beiden Varianten werden die Messwerte sehr prägnant auf einem Bildschirm angezeigt und auf Wunsch als übersichtliches Protokoll ausgedruckt.

Aktuelle und künftige Funktionen

Das MTD 2000 arbeitet vollautomatisch und ist in der Lage, bis zu einer Überfahrtgeschwindigkeit von 8 km/h die Reifenprofiltiefe sicher zu ermitteln. Wenn ein Rad den Messbereich passiert, wird die Aufstandsfläche des Reifens mit speziellen LED-Multiprojektoren und Hochgeschwindigkeitskameras vermessen. Dabei kann das MTD 2000 zuverlässig Haupt- und Nebenprofilrillen voneinander unterscheiden. Auch die Reifenverschleißindikatoren werden erkannt. Damit ist laut Anbieter eine gesetzeskonforme Profiltiefenmessung sichergestellt.

Das System bietet darüber hinaus noch Potenzial für weitere Funktionen. MAHA plant, künftig auch eine Abriebbilderkennung zu realisieren. Mit dieser Funktion können einseitig abgefahrene Reifen erkannt und die Kunden auf eine fehlerhafte Achseinstellung hingewiesen werden. Zudem ist eine Profilartenerkennung vorgesehen. Mit dieser Funktion soll das MTD 2000 automatisch Sommer- von Winterreifen unterscheiden können. Des Weiteren soll es einen sogenannten „Expertenview“ geben, welcher dem Anwender eine detaillierte grafische Bewertung des vermessenen Latschbereichs ermöglicht. Diese geplanten neuen Funktionen sollen den Kunden als Software-Upgrade ohne weitere technische Umbaumaßnahmen zur Verfügung stehen. Auch die Erweiterung der MTD-Serie um eine Lkw-Version mit einer Achslast bis zu 18 Tonnen steht auf dem Plan. dv

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Kategorie: Produkte, Werkstatt

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