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Pkw-Label lässt laut DENA den Anteil effizienter Neufahrzeuge steigen

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Wie eine derzeit noch laufende Onlinebefragung der NEUE REIFENZEITUNG zeigt, scheint die Bedeutung des EU-Reifenlabelings bei der Anschaffung neuer Reifen weiterhin keine besonders herausragende Rolle zu spielen: Nach aktuellem Zwischenstand der Abstimmung halten es lediglich 16 Prozent der Umfrageteilnehmer für „entscheidend“ bzw. „zunehmend wichtiger“ im Zusammenhang mit einem Reifenkauf, während umgekehrt 45 Prozent meinen, es falle dabei „kaum ins Gewicht“, und weitere 39 Prozent es sogar für „unwichtig“ bei der Kaufentscheidung halten. Demgegenüber attestiert die Deutsche Energieagentur GmbH (DENA) dem Ende 2011 eingeführten sogenannten Pkw-Label, hinter dem sich im Wesentlichen eine Effizienzklassifizierung von Neuwagen unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Kohlendioxidemissionen verbirgt, es habe dazu beigetragen, dass in Deutschland Fahrzeuge mit alternativen Antrieben Marktanteile gewännen und besonders kohlendioxideffiziente Fahrzeuge „auf dem Vormarsch“ seien.

Für die DENA steht jedenfalls fest, dass diese Entwicklung einerseits damit zusammenhängt, dass Verbraucher beim Autokauf großen Wert auf Energieverbrauch und Umweltaspekte legen, sowie andererseits das Pkw-Label mit seinen Informationen und der Effzienzklassifizierung angefangen bei „A+“ (am effizientesten) bis hin zu „G“ (am wenigsten effizient) nebst einer entsprechend gewählten Farbskala von Grün bis Rot diesbezüglich für Transparenz sorgt. Festgemacht wird all dies an einem Vergleich der in den jeweiligen Effizienzklassen neu zugelassenen Pkw 2012 und 2013. Die Klasse „A+“ soll demnach von einem zum anderen Jahr um 102 Prozent auf 92.000 Fahrzeuge zulegt haben, die Klasse „A“ um 18 Prozent auf 571.000 Fahrzeuge und die Klasse „B“ um 24 Prozent auf 784.000 Fahrzeuge. Somit sei 2013 fast jeder zweite neu zugelassene Pkw die Klasse „B“ und besser gefallen, sagt die DENA, die den entsprechenden Anteil für 2012 mit 38 Prozent beziffert. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass in den Kohlendioxideffizienzklassen „C“ und schlechter 2013 weniger Neuwagen zugelassen wurden als ein Jahr zuvor. Insbesondere in den wenig effizienten Klassen „F“ und „E“ sollen die Neuzulassungen um 50 bzw. 41 Prozent zurückgegangen sein.

Die augenscheinlich enorme Steigerung aufseiten der Kohlendioxideffizienz spiegelt sich allerdings nicht gleichem Maße im durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch der neu zugelassenen Pkw wider. Laut DENA-Zahlen ist der nämlich von 2012 auf 2013 bei Benzinern von 5,8 Litern je 100 Kilometer um 0,3 Liter je 100 Kilometer und damit „nur“ um rund fünf Prozent gesunken und bei Diesel-Pkw von zuvor 5,2 Litern je 100 Kilometer um 0,2 Liter je 100 Kilometer bzw. knapp vier Prozent. Verwunderlich ist das freilich nicht, spielt beim Pkw-Label doch auch die Fahrzeugklasse bzw. das Fahrzeuggewicht eine nicht unerhebliche Rolle bei der Einstufung. Das führt unter anderem dazu, dass etwa ein Toyota Aygo mit Fünfgangschaltgetriebe (4,3 Liter pro 100 Kilometer) in die Effizientklasse „C“ fällt, während ein Porsche Cayenne S Hybrid (8,2 Liter pro 100 Kilometer) diesbezüglich mit einem „B“ aufwarten kann. „Die Entwicklungen im Neuwagenmarkt belegen, dass die technischen Anstrengungen der Fahrzeughersteller zum Erreichen der strengeren Kohlendioxidgrenzwerte [europaweit 130 g/km ab 2015, 95 g/km ab 2020, d. Red.] in Verbindung mit der verbesserten öffentlichen Wahrnehmung von Fahrzeugeffizienz durch das Pkw-Label ihre Wirkung entfalten“, ist ungeachtet dessen Stephan Kohler, Vorsitzender der DENA-Geschäftsführung, überzeugt. christian.marx@reifenpresse.de

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  1. […] im Hinblick auf die Kennzeichnung der Produkte. Ungeachtet dessen scheint zumindest die Energieeffizienzkennzeichnung von Neuwagen mittlerweile vermehrt in den Köpfen der Verbraucher angekommen zu sein. Jedenfalls berichtet die […]

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