Point S in Frankreich will Wettbewerb mit B2C-Plattformen aufnehmen

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Bei Point S France will man jetzt den Wettbewerb mit Onlinereifenhändlern ganz gezielt angehen und will dazu den Gesellschaftern im Land ab September eine Verkaufspreisvergleichsplattform bereitstellen. „Diese Seite soll unseren Verkäufern Sicherheit geben und es ihnen gestatten, ihre Preise entsprechend anzupassen, ob sie nun zu hoch oder zu tief im Vergleich zum Durchschnittspreis am Markt sind“, wird dazu Point-S-Frankreich-Geschäftsführer Christophe Rollet in französischen Medien zitiert. Die Seite soll ausschließlich den Händlern dienen, nicht aber frei zugänglich im Internet veröffentlicht werden. Und sie soll in Echtzeit die Preise von acht bis zehn der wichtigsten Marktteilnehmer abbilden.

Mit solchen Informationen soll es dem Händler gelingen, seine Kunden – und sich – davon zu überzeugen, dass Onlinereifenhändler eben nicht immer günstiger seien, wie von diesen gerne und oft behauptet werde, heißt es dort weiter. Rollet zufolge könnten B2C-Plattformen in Frankreich bestenfalls sechs Prozent des Marktes bedienen, sie behaupteten aber, es seien zwischen zehn und 15 Prozent. Dank der neuen VK-Preisvergleichsplattform sollen Frankreichs Point-S-Gesellschafter mit ihren aktuell 440 Verkaufspunkten entscheiden können, ob und wie sie gegebenenfalls ihre Preise anpassen sollten; die Plattform sei ausschließlich als Informationsgrundlage gedacht.

Inwieweit sich eine solche Plattform aber auf die Ertragssituation beim französischen Point-S-Händler auswirkt, bleibt abzuwarten. Hierzulande geht man üblicherweise davon aus, dass sich Reifenvermarktung im service- und qualitätsorientierten stationären Handel mit Preisen aus dem Internet eben negativ auf das Preisgefüge und somit auch auf die Erträge auswirkt, insbesondere dann, wenn nicht parallel dazu auch der Einkauf sowie die Serviceerträge angepasst werden können. Eine entsprechende Vermarktungsstrategie birgt demnach keine geringes Risiko.

Wie Alfred Wolff, Geschäftsführer der point S Deutschland GmbH, auf Nachfrage der NEUE REIFENZEITUNG erklärte, könne man natürlich auch hierzulande mittlerweile umfangreiches Datenmaterial zu Reifenpreisen bereitstellen. Aus Sorge um das allgemeine Preisniveau wolle man allerdings dem Beispiel der Schwesterorganisation aus Frankreich aktuell nicht folgen und eben keine entsprechende Verkaufspreisvergleichsplattform launchen. ab

 

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