Höhere Mindestprofiltiefe für Winterreifen vom Tisch?

Mittwoch, 18. Juni 2014 | 0 Kommentare
 
Einer TÜV-Süd-Studie zufolge sind quer stehende Lkw auf winterlichen Straßen eine Folge unzureichender Beladung und nicht geringer Profiltiefe ihrer Bereifung
Einer TÜV-Süd-Studie zufolge sind quer stehende Lkw auf winterlichen Straßen eine Folge unzureichender Beladung und nicht geringer Profiltiefe ihrer Bereifung

Wie die Pilot:Projekt GmbH aus Hannover unter Berufung auf die Ergebnisse einer im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) durchgeführten Studie des TÜV Süd berichtet, ist ein Anheben der Mindestprofiltiefe von Lkw-Reifen für die Mobilität der Fahrzeuge bei winterlichen Witterungsverhältnissen nicht entscheidend. „Wie gut ein Lkw auf winterlichen Straßen vorankommt, hängt nicht von der Profiltiefe seiner Reifen ab, sondern von der richtigen Beladung und somit von der Last, die auf die Räder wirkt“, wird aus dem Abschlussbericht des TÜV Süd zitiert. Dieser Erkenntnis vorangegangen sind demnach dieses Frühjahr in Schweden durchgeführte Testreihen, bei denen die Reifen an der Antriebsachse das Schneeflockensymbol oder die M+S-Kennung trugen. Wie es weiter heißt, seien Reifen im Neuzustand mit voller Profiltiefe mit solchen verglichen worden, die lediglich fünf bzw. zwei Millimeter Restprofil aufwiesen. Variiert wurden laut den Hannoveranern zudem die Beladungszustände der Fahrzeuge: leer, zur Hälfte beladen und voll beladen. Von einem mit den Vorgängen vertrauten Mitarbeiter des Bundesverkehrsministeriums hat Pilot:Projekt erfahren, dass die Messergebnisse jedenfalls den Schluss nahe legen, dass allein die richtige Belastung der Antriebsachse maßgeblich für die Mobilität eines Lkw bei winterlicher Witterung sei und „unerheblich, ob seine Reifen zwei oder fünf Millimeter Restprofil aufweisen“. Insofern geht man seitens des Unternehmens aus der niedersächsischen Landeshauptstadt davon aus, dass ein Anheben der gesetzlichen Mindestprofiltiefe für Lkw-Reifen nun wohl unwahrscheinlich ist. Was das für Pkw-Winterreifen bzw. eine auch für sie immer wieder diskutierte höhere Mindestprofiltiefe von vier anstatt der derzeitigen 1,6 Millimeter bedeutet, lässt sich nur erahnen. Schließlich sind es in aller Regel ja vornehmlich Lkw und eher selten Pkw, die mangels Traktion auf winterlichen Fahrbahnen mitunter zum Verkehrshindernis werden und das Fortkommen anderer Fahrzeuge behindern. christian.marx@reifenpresse.de

 

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Kategorie: Markt, Produkte

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