Vier „Oscars“ der Reifenbranche

Montag, 2. Juni 2014 | 0 Kommentare
 
Die Preisträger mit Honoratioren
Die Preisträger mit Honoratioren

Während der feierlichen Eröffnung der Reifen 2014 ist der begehrte „Innovation Award“ verliehen worden. Mit der Auszeichnung werden die Hersteller der besten Neuheiten für die Reifenbranche geehrt. Insgesamt bewertete die Fachjury 30 Bewerbungen in den Kategorien „Technik und Produkte“, „Dienstleistungs- und Servicekonzepte/ Prozessoptimierung“, „Umwelt- und Ressourcenschonung“ und – neu – „Kfz-Service“. Damit ist die Anzahl der Bewerbungen im Vergleich zu 2012 nochmals gestiegen. Die vier Gewinner präsentieren ihre Produkte während der gesamten Messelaufzeit auf einer Sonderfläche. In der Kategorie „Technik und Produkte“ überzeugte der japanische Reifenhersteller Yokohama die Juroren mit einem Verfahren zur visuellen Darstellung des aerodynamischen und akustischen Abrollverhaltens von Reifen, das gemeinsam mit der japanischen Weltraumbehörde JAXA erarbeitet worden ist: Mithilfe eines Supercomputers aus der Weltraumforschung konnte das Forscherteam unter anderem zeigen, dass der Lärmpegel eines rollenden Autoreifens auch von Strömungsstrukturen vor dem Reifen abhängt, die einem Komprimierungseffekt unterliegen. Die neuen Ergebnisse sollen bei der Entwicklung von leiseren und aerodynamischeren Reifen helfen.

Der „Oscar“ in der Kategorie „Umwelt- und Ressourcenschonung“ geht an den deutschen Hersteller von Leichtmetallrädern Borbet: Dessen Verfahren „NatureWheel“ ergänzt den herkömmlichen Guss von Leichtmetallrädern mit dem Einsatz eines natürlichen Minerals. Der leichte Rohstoff wird aufbereitet und als Skelett überall dort im Rad integriert, wo die Verwendung von Metall statisch nicht bedingt ist. Das führt zu Gewichtsreduktion bei unveränderter Festigkeit. Damit eröffnete „NatureWheel“ bereits vor etwa anderthalb Jahrzehnten der Produktion von Leichtmetallrädern im Kokillenguss grundlegend neue Potentiale und steigert die Produktqualität. Mit dieser Technologie hergestellte Räder werden im Übrigen auch in der Erstausrüstung verbaut, so bei Audi.

Der italienische Spezialist für Auswucht- und Montagemaschinen Cemb setzte sich in der Kategorie „Dienstleistungs- und Servicekonzepte/Prozessoptimierung“ durch. Prämiert wurde das Wuchtsystem für Lkw- und Busräder „Paguro P2“. Aufgrund eines platzsparenden, manuell betriebenen Messlaufs eignet es sich besonders für den mobilen Reifenservice.

Das Unternehmen Counteract Balancing Beads gewann in der erstmals ausgelobten Kategorie „Kfz-Service“ mit seinem „Stud Cleaning Tool“ – einem Werkzeug zur besonders effizienten Reinigung von Radbolzen. Dank eines drehbaren Aufsatzes kann der Anwender im Vergleich zu konventionellen Drahtbürsten bis zu zehn Radbolzen in drei Minuten reinigen. detlef.vogt@reifenpresse.de

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Kategorie: Markt, Reifen 2014

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