Pirelli bleibt mit Premiumstrategie auf Kurs – Ukraine-Krise als Last

Pirelli kommt mit seiner dezidierten Premiumstrategie offenbar gut voran. Zwar musste der italienische Reifenhersteller im ersten Quartal des neuen Jahres einen Umsatzrückgang von 2,7 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro hinnehmen. Dies lag indes vorwiegend am Geschäft mit Nutzfahrzeugreifen, also an der Sparte „Industrial“, die in Summe 12,2 Prozent Umsatz auf jetzt 341 Millionen Euro einbüßte. Bei Pkw-Reifen hingegen stiegen die Umsätze um 1,1 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro. Betrachtet man die Absätze im Pkw-Reifenpremiumsegment – das so bedeutende Pirelli-Segment, der „Wachstumsmotor über alle Regionen hinweg“ –, macht dieses mittlerweile einen Anteil an den Pkw-Reifenabsätze von 56,7 Prozent aus. Im Vorjahresquartal waren dies noch lediglich 50,8 Prozent. Bei diesen Vergleichszahlen ist das von Pirelli verkaufte Stahlcordgeschäft bereits herausgerechnet.

Aber auch aufseiten der Erträge kann Pirelli mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein. So konnte der Hersteller seinen EBIT um 12,6 Prozent auf 201 Millionen Euro steigern und erreichte damit eine Umsatzrendite in Höhe von 13,6 Prozent. Netto verdiente Pirelli in den ersten drei Monaten sogar 26,9 Prozent mehr, und zwar 91,5 Millionen Euro.

„Wir gehen davon aus, dass ein besseres Umfeld in Europa die etwas schlechtere Situation in Russland und Lateinamerika ausgleichen wird“, erklärte Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera am Mittwochabend den Quartalsbericht. Trotz der zunehmend aufkommenden Zweifel, inwiefern sich die Ukraine-Krise negativ auf das Wachstumsbestreben Pirellis in Russland auswirken wird, wo das Unternehmen zwei Fabriken betreibt, hält der italienische Hersteller weiterhin an seiner Prognose für das Geschäftsjahr fest. Danach rechnet Pirelli 2014 mit einem Umsatz von 6,2 Milliarden Euro und einem Betriebsgewinn von 850 Millionen Euro. ab

Mehr dazu erfahren Sie hier in unserem Geschäftsberichte-Archiv.

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