Wieder Kritik am ADAC-Reifentest – Foulspiel ohne Ball

Montag, 7. April 2014 | 3 Kommentare
 
 
 
Es ist noch nicht allzu lange her, dass die Stiftung Warentest das Ergebnis ihrer stichprobenhaften Überprüfung des aktuellen ADAC-Sommerreifentests bekannt gegeben und Entwarnung hinsichtlich etwaiger Manipulationen von dessen Resultaten gegeben hat, da erhebt der Fernsehsender WDR in seinem Magazin „Servicezeit“ schon weitere Anschuldigungen in Richtung des Klubs bzw. der Reifenindustrie. Als Kronzeuge kommt diesmal vor allem der ehemalige ÖAMTC-Mitarbeiter Willy Matzke zu Wort, und beim Großteil der Zuschauer dürfte sich basierend darum wiederum der Eindruck festgesetzt haben, ADAC-Tests seien doch ziemlich unglaubwürdig, weil nicht unabhängig von der Industrielobby bzw. von dieser mit Duldung des ADAC manipuliert. Dabei wirft die am 31. März ausgestrahlte „Servicezeit“-Sendung mindestens genau so viele Fragen auf wie schon der erste Beitrag zu diesem Thema, der in der Folge für ein breites Medienecho und große Verunsicherung aufseiten der Verbraucher gesorgt hat. Denn angesichts Unbelegtem, Fragwürdigem und nicht zuletzt Falschem erweckt auch der jüngste Beitrag einmal mehr den Eindruck, als ginge es den Verantwortlichen hinter der Sendung weniger um eine objektive Berichterstattung bzw. Auseinandersetzung mit dem Thema als vielmehr um weitere Stimmungsmache gegen den ADAC und seine Reifentests. christian.marx@reifenpresse.de

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Kategorie: Markt, Produkte

Kommentare (3)

Trackback-URL | Kommentare als RSS Feed

  1. Christian Fischer sagt:

    Was genau ist an der WDR Bericht fragwürdig oder falsch? Solche Behauptungen sollten belegt werden, möchte man nicht nach demselben Schema arbeiten wie der kritisierte WDR.

    • Christian Marx sagt:

      Falsch ist – wie im Text erwähnt – die Behauptung, seitdem der WDR kritisch über die Reifentests berichte, gebe es keine mit „sehr gut“ bewerteten Reifen mehr beim ADAC, dafür nun aber solche, die für „ausreichend“ bzw. „mangelhaft“ gehalten werden: Die letzteren beiden Benotungen gab es aber auch vorher schon, und mit der bestmöglichen Gesamtnote „sehr gut“ ist ohnehin noch nie ein Reifen beim ADAC-Test ins Ziel gekommen. Fragwürdig ist – wie ebenfalls im Beitrag aufgezeigt – der Umstand, dass mit Willy Matzke jemand als „Ankläger“ präsentiert wird, der eigenen Worten zufolge den vermeintliche Austausch von Prüflingen hätte nachweisen können, als er vor Jahren noch in die Tests eingebunden war, damals aber – aus welchen Gründen auch immer – geschwiegen hat bzw. das Ganze – aus welchen Gründen auch immer – erst jetzt ans Tageslicht bringt.

    • ETE sagt:

      …zum Beispiel fehlt die zeitliche Einordnung der vom geschätzten Herr Matzke geschilderten Vorkomnnisse. Wann sind denn Testreifen heimlich ausgetauscht worden? Beim aktuellen Test? Oder eher vor 5,10,25 Jahren? Was waren damals die Konsequenzen? Was die Vergangenheit angeht, gibt es wohl mehr offene Fragen als in der Gegenwart…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *