EU-Vorschläge für aerodynamischere und sicherere Lkw werden von Goodyear Dunlop begrüßt

Mittwoch, 19. März 2014 | 0 Kommentare
 
Die Zulassung längerer Fahrzeuge liegt in der nationalen Verantwortung der Mitgliedsstaaten
Die Zulassung längerer Fahrzeuge liegt in der nationalen Verantwortung der Mitgliedsstaaten

Goodyear Dunlop begrüßt eine Reihe neuer EU-Vorschläge bezüglich der Änderungen von Bestimmungen, welche die Abmessungen von Lkw regeln. Diese kommen sowohl der Umwelt als auch der Sicherheit zugute. Aus Sicht von Goodyear Dunlop spielen auch die Reifen eine wichtige Rolle für mehr Effizienz und Umweltschutz.

Die EU-Kommission hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der – falls er verabschiedet wird – mehr Freiheiten in punkto Fahrzeugabmessungen zulässt. So wäre es Lkw- und Trailerherstellern möglich, kraftstoffsparende Aerodynamiklösungen einzuführen und die Sicherheit zu verbessern. Ab 2018 könnten die neuen Bestimmungen zu einer neuen Generation von Design-Lkw auf europäischen Straßen führen. Goodyear Dunlop unterstützt die Einführung der neuen Bestimmungen durch die nationalen Gesetzgeber in den EU-Mitgliedsstaaten.

Obwohl es bei diesen Vorschlägen um schwere Transportfahrzeuge als Ganzes geht, betreffen sie auch die Arbeit der Reifenhersteller. Denn Reifen spielen bei Design und Leistungsfähigkeit eines Fahrzeugs eine wichtige Rolle – insbesondere für die Aspekte Sicherheit und Umwelt. Auch die Umweltfolgen des Fahrzeugeinsatzes sind über die Reifen beeinflussbar. So reduzieren Reifen mit niedrigem Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen. Darüber hinaus haben die Abmessungen der Reifen und ihre Maximalbelastung Einfluss auf die Ladekapazität und die Gesamthöhe der Fahrzeuge.

„Wir begrüßen die neuen Vorschläge und hoffen, dass sie schon bald in allen EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt werden“, sagt Dieter Schölling, Direktor Nutzfahrzeugreifen Deutschland, Österreich und Schweiz bei Goodyear Dunlop. „Seit vielen Jahren sind die Fahrzeugabmessungen streng reglementiert und diese Limitierungen haben die Entwicklung in einem gewissen Maß behindert.

Bereits in der jüngeren Vergangenheit haben rollwiderstandsoptimierte Reifen den Unternehmern deutliche Einsparungen bei den Kraftstoffkosten ermöglicht – und damit gleichzeitig eine Reduzierung der Schadstoffemissionen bewirkt. Mit den neuen Vorschlägen der EU und unseren neuen Produktlinien KMAX und FUELMAX von Goodyear werden weitere Einsparungen möglich. Bessere Sicht für den Fahrer und damit mehr Sicherheit im Straßenverkehr wird ein zusätzlicher Vorteil der Änderungen sein, was wir sehr begrüßen.“

Die aktuellen Bestimmungen, die die Spezifikationen für schwere Transportfahrzeuge regulieren, stammen aus dem Jahr 1996 (Direktive 96/53/EC); die neuen Vorschläge berücksichtigen nun diverse technologische Entwicklungen, die seitdem stattgefunden haben.

Weitere von der EU-Kommission vorgelegte Entwürfe haben das Ziel, das erlaubte Maximalgewicht von Fahrzeugen zu erhöhen. Mit dieser Änderung soll dem höheren Gewicht der Batterien Rechnung getragen werden, die für neue, in Nutzfahrzeugen verwendete Antriebssysteme wie Hybrid- oder Elektroantrieb benötigt werden. On-Board-Wiegesysteme, die mit dem Fahrtenschreiber und Messstellen an den Hauptstraßen verbunden sind, sollen es ermöglichen, das Fahrzeuggewicht besser zu kontrollieren. Schätzungsweise bis zu einem Drittel der Transportfahrzeuge sind heute überladen. Solche Kontrollen würden die Sicherheit verbessern und gleichzeitig die Straßenschäden reduzieren. Aktuell kostet die Überladung den Steuerzahler ca. 950 Millionen Euro pro Jahr. Es wird erwartet, dass die Vorschläge auch den kombinierten Transport verbessern und somit zu einer weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen führen. Durch reduzierten Verwaltungsaufwand soll es ermöglicht werden, mit 13,5-Meter-Containern leichter vom Schiff auf die Straße und auf die Bahn zu wechseln.

Im Juni 2012 stellte Siim Kallas (Vizepräsident der EU-Kommission und Kommissar für Transport) Richtlinien für die Bedingungen vor, unter denen längere Lastzüge Ländergrenzen überqueren dürfen. Die Kommission hat klargestellt, dass die Zulassung längerer Fahrzeuge in der nationalen Verantwortung der Mitgliedsstaaten liegt. Mit anderen Worten: Kein Mitgliedsstaat wird dazu gezwungen, längere Lkw auf seinen Straßen zu genehmigen. Sollten solche längeren Lkw jedoch in benachbarten Staaten zugelassen sein, sollte der grenzüberschreitende Transport zwischen diesen Nationen genehmigt werden. Dies war schon bisher die Praxis, doch die Richtlinien wurden nun in die Vorschläge eingearbeitet.

All diese Vorschläge müssen vom Europaparlament und den Mitgliedsstaaten angenommen werden, bevor sie Gesetz werden können. Neue Lkw, die den Vorschlägen entsprechend gebaut werden – soweit diese angenommen werden –, dürften ab den Jahren 2018 bis 2020 im Straßenverkehr auftauchen.

Die EU-Kommission schätzt, dass ihre Vorschläge bei einem Standardfernverkehrszug, der im Jahr 100.000 Kilometer zurücklegt, eine Treibstoffkostenersparnis von rund 5.000 Euro bringen wird. Das würde gleichzeitig eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes von sieben bis zehn Prozent respektive 7,8 Tonnen Kohlendioxyd bedeuten. Darüber hinaus glaubt die Kommission, dass eine Verbesserung des Sichtfelds für den Fahrer – das durch die neuen Bestimmungen möglich wäre – dazu beitragen würde, jährlich das Leben von 300 bis 500 Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Radfahrern zu retten.

Goodyear Dunlop bemüht sich seit Längerem, in Zusammenarbeit mit den Gesetzgebern die Einführung gewisser technischer Änderungen voranzutreiben. Dazu gehören die Möglichkeit, die Aerodynamik zu verbessern, sowie diverse andere Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit, Ökonomie und Ökologie. Die Vorteile, die eine verbesserte Aerodynamik mit sich bringen kann, wurden im Januar 2012 in Brüssel bei einem „Goodyear Dunlop Flotten Symposium“ aufgezeigt.

Bei dem Flottensymposium stellte Goodyear Dunlop seinen Online-Kalkulator vor, der Fuhrunternehmern hilft, den Kraftstoffverbrauch ihrer Fahrzeuge zu berechnen und zu optimieren. Dazu müssen sie die Fahrzeugkonfiguration und die Einsatzinformationen ihrer Flotte eingeben und können dann verschiedene Optimierungen wählen. Zu den Auswahlmöglichkeiten gehören eine Reihe aerodynamischer Hilfsmittel, Reifen anhand des EU-Reifenlabels und verschiedene Schulungsmaßnahmen für Fahrer. Der Kalkulator zeigt dann sowohl die Gesamtkosten als auch die möglichen Einsparungen. Der von Goodyear Dunlop angebotene Kalkulator ist kostenfrei im Internet unter der Adresse www.fleet-fuel-efficiency.eu zu finden. dv

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Kategorie: Markt

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