Reifen Ihle ergebnisoffen, was Zukunft der Runderneuerung betrifft

Reifen-Ihle-Geschäftsführer Jürgen Eigenbrodt betont  gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG, dass auch die Runderneuerung im Moment normal weiterlaufe. „Wir produzieren“, so Eigenbrodt, der nach dem Rückzug von Wolfgang Reif aus der Geschäftsführung Ende des vergangenen Jahres alleiniger Geschäftsführer der Unternehmensgruppe ist. Welche Zukunft der Runderneuerung vor dem Hintergrund des aktuell laufenden Insolvenzverfahrens bevorsteht, mochte Eigenbrodt nicht kommentieren.

Da sie aber „eine Spezialitätenrunderneuerung“ ist mit eigener Energieerzeugung und eigenem Formenbau sowie einigen interessanten Nischenprodukten abseits des klassischen und hart umkämpften Lkw-Reifenbereichs, hofft der Geschäftsführer auf eine nachhaltige Lösung im Interesse aller Beteiligten. Etwaigen Verkaufsgerüchten erteilte er unterdessen eine Absage, es gebe nichts Konkretes, bescheinigte aber Ergebnisoffenheit, was die weitere Zukunft gerade der Runderneuerung betrifft. Diese Zukunft könnte unter dem Dach der Ihle-Gruppe wie auch anderswo liegen; man werde sehen.

Der unabhängige Runderneuerer leidet dabei nicht nur unter einem stagnierenden Markt, einer großen Karkassenknappheit sowie einem stärkeren Engagement der Neureifenindustrie in Sachen Runderneuerung. Reifen Ihle muss auch seit Ende vergangenen Jahres ohne Großkunde Continental auskommen, für den der Günzburger Traditionsbetrieb sechs Jahre lang ContiRe-Heißrunderneuerte gefertigt hatte, der aber Ende vergangenen Jahres mit dem ContiLifeCycle-Werk eine eigene Runderneuerung in Betrieb genommen hat. Als die nahende Trennung von Reifen Ihle und Continental im vergangenen Sommer offiziell wurde, betonten Ihle-Vertreter gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG, man wolle sich intensiv um die Neuausrichtung des Produktionsbetriebes kümmern, der immerhin über eine Kapazität von 110.000 Reifen pro Jahr (Ein-Schicht-Betrieb; fünf Werktage) verfügt. ab

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