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Verkauf zum 1. März: ESKA geht an Vergölst

Die Vergölst GmbH mit Sitz in Hannover übernimmt – vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden – das operative Geschäft der ESKA Reifendienst GmbH mit Sitz in Regensburg mit Wirkung zum 1. März 2014, wie der zum Continental-Konzern gehörende Reifen- und Autoservicespezialist mitteilt. Die Formulierung „operatives Geschäft“ umfasst alle Filialen, die Distribution sowie die B2B-Plattformen und die Runderneuerung.

Zentrale in Regensburg

Zentrale in Regensburg

„Wir freuen uns über die Erweiterung unseres Vertriebsnetzes um sieben Filialen im süddeutschen Raum und werden das Geschäft unter der bisherigen Bezeichnung „ESKA Reifendienst“ fortführen. Dementsprechend haben wir den Mitarbeitern in den Filialen in Cham, Mainburg, München, Nürnberg, Passau, Regensburg und Rosenheim im Rahmen des Betriebsübergangs überdies neue Arbeitsverträge unterbreitet“, erklärt Vergölst-Geschäftsführer Jürgen Marth.

„Ich bin froh darüber, dass das operative Geschäft der ESKA Reifendienst GmbH in Zukunft mit Vergölst von einem erfolgreichen Reifen- und Autoservicedienstleister mit Zugehörigkeit zu einem Industriekonzern mit deutschen Wurzeln weitergeführt wird. Leider ist es mir aus persönlichen Gründen nicht mehr möglich, den Betrieb der ESKA Reifendienst GmbH fortzuführen. Auch hinsichtlich der von der Betriebsstillegung betroffenen Mitarbeiter (Administration und Finanzen) werden adäquate Lösungen angestrebt“, sagt der die ESKA Reifendienst GmbH prägende langjährige Geschäftsführer Lothar Kerscher (61). Am heutigen Tage wurden alle Mitarbeiter über die geschlossene Übernahmevereinbarung, die am Dienstag schriftlich fixiert worden ist, und die jetzt folgenden nächsten Schritte informiert, hat Kerscher auf telefonische Nachfrage gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG die Vergölst-Presseinformation bestätigt.

ESKA ist ein echtes Traditions- (1953 im ostbayrischen Cham gegründet) und Familienunternehmen, der Name ESKA leitet sich ab aus den Initialen des Firmengründers Sebastian Kerscher, Vater von Lothar Kerscher. In den letzten Jahren hat das Unternehmen Personal abgebaut, der Jahresumsatz war 2012 auf unter 50 Millionen Euro gerutscht und bei einem Besuch der NEUE REIFENZEITUNG vor gut einem Jahr noch gut hundert, oftmals sehr langjährige und der Firma eng verbundene Mitarbeiter gehabt. Damals hatte sich Kerscher über das geschäftliche Ergebnis der (Bandag-)Runderneuerung erfreut, über das der Einzelhandelsbetriebe zufrieden und über das des Großhandels weniger erfreut geäußert. Investiert wurde trotzdem auch in diese Unternehmenssäule (im Wesentlichen im Nutzfahrzeugbereich).

Der Verkauf ist auch ein schwerer Schlag für die Kooperation team, der Kerscher 1997 beigetreten war und in der er als durchaus aktives Element gewirkt hat, das nicht nur „genommen“, sondern auch gegeben hat. Gegeben hat er seine Erfahrung auch dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, für den er seit 2005 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender oberster Ehrenamtsträger ist und seine Erfahrung einbringen konnte. Kerscher war bei Übernahme des Ehrenamtes auch als Präsident gehandelt und wäre gewiss auch gewählt worden, hatte sich aber nicht zur Wahl stellen lassen. Erklärtermaßen hatte er sich auf der Jahreshauptversammlung des BRV im kommenden Mai vor Beginn der „Reifen“ in Essen nicht wieder zur Wahl stellen wollen. Das war bereits lange vor der Entscheidung, seinen Betrieb aus gesundheitlichen Gründen zu verkaufen, abgemachte Sache. Aktuell hat der geschäftsführende BRV-Vorsitzende Peter Hülzer in einem VIP-Newsletter mitgeteilt, dass er Lothar Kerscher gebeten habe, sein Amt bis zur Jahreshauptversammlung am 26.5. weiter auszuüben, was der auch tun wolle. detlef.vogt@reifenpresse.de

EskaMünchen

Vorzeigebetrieb: Die ESKA-Dependance an der Landsberger Straße in München

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