Globale Autoproduktion weiter auf Wachstumskurs

Laut einer Prognose der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) wird die weltweite Autoproduktion dieses Jahr um gut 5,8 Prozent auf fast 87,4 Millionen sogenannte Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) anwachsen. Vergangenes Jahr soll die Produktion nach PwC-Berechnungen um vier Prozent auf 82,5 Millionen Fahrzeuge zugelegt haben.

Dabei habe sich China mit dort 18,7 Millionen produzierten Pkw bzw. einem diesbezüglichen Plus von zwölf Prozent einmal mehr als wichtigste Wachstumsregion erwiesen gefolgt von den Vereinigten Staaten, wo die Fertigung um 9,1 Prozent bzw. rund eine Million Fahrzeuge auf elf Millionen Einheiten geklettert sei, heißt es weiter. In der Europäischen Union hingegen gab es demnach lediglich einen Zuwachs um 0,2 Prozent, was laut PwC einem Produktionsvolumen in Höhe von 15,9 Millionen Einheiten entspricht. „Insgesamt jedoch muss die europäische Automobilindustrie gemessen am Rekordjahr 2007 einen Fertigungsrückgang um mehr als 15 Prozent verkraften“, erklärt Felix Kuhnert, Partner und Leiter des Bereichs Automotive bei PwC in Deutschland und Europa.

Die deutschen Automobilhersteller würden – angetrieben von einem als dynamisch beschriebenen Wachstum des US-Marktes – ihre Produktion in Nordamerika dieses Jahr sogar stärker hochfahren als beispielsweise in China: Die Zahl der dieses Jahr voraussichtlich in den USA vom Band laufenden Pkw wird mit über 700.000 beziffert, woraus eine Steigerungsrate gegenüber 2013 in Höhe von 11,6 Prozent errechnet wird. Dies wäre im Vergleich der weltweiten Produktionsstandorte die höchste Wachstumsrate, prognostiziert PwC Autofacts, das Automotive Research Center der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft.

„Das Produktionswachstum der deutschen Hersteller wird 2014 in China und Deutschland mit ca. 100.000 bzw. 140.000 Einheiten zwar absolut betrachtet größer sein, aber die Wachstumsdynamik ist in die USA zurückgekehrt“, so Kuhnert. In China werden deutsche OEM-Gruppen im laufenden Jahr aller Voraussicht nach „nur“ rund drei Prozent mehr Pkw fertigen als im Vorjahr, nachdem 2013 die Produktion dort um 20 Prozent oder 600.000 Einheiten gestiegen sei. Zum Vergleich: In Deutschland soll die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf knapp 5,8 Millionen Einheiten zugelegt haben.

Dabei seien 4,7 Millionen der Fahrzeuge bzw. fast 83 Prozent des Fertigungsvolumens auf deutsche Konzerne bzw. ihre Marken entfallen. Und auf europäischer Ebene ist die Produktion deutscher Hersteller nach PwC-Angaben um 260.000 Einheiten bzw. ihr Anteil an der gesamten Fertigung in Europa von 44,8 auf 46,4 Prozent gestiegen. „2014 prognostizieren wir erstmals wieder eine Zunahme der Nachfrage im europäischen Markt, wovon die eher regional operierenden europäischen Volumenhersteller gleichermaßen profitieren können. Die deutschen Konzerngruppen treiben ihre Internationalisierung hingegen weiter voran, und setzen auf Wachstum in China und Nordamerika“, umschreibt Christoph Stürmer, Global Lead Analyst bei PwC Autofacts, die Situation in Europa als „Stabilisierung auf diesem hohen Niveau“. cm

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