Schwere Apollo-Anschuldigungen in Richtung Cooper

In einem exklusiven Interview mit Forbes India kommt Sunam Sarkar, Chief Financial Officer von Apollo Tyres, in Sachen der unlängst gescheiterten Cooper-Übernahme zu Wort. In diesem Zusammenhang erhebt er schwere Anschuldigungen in Richtung des ursprünglich eigentlich als Partner auserkorenen US-amerikanischen Reifenherstellers. Dass dessen China-Joint-Venture Chengshan Cooper Tires als hauptsächlicher Hemmschuh des Deals bezeichnet wird, ist zwar nichts Neues und auch, dass die Chinesen selbst eine Cooper-Übernahme angedacht hatten, nicht unbedingt.

Doch laut Sarkar hätten Amerikaner und Chinesen darüber selbst dann noch miteinander verhandelt, nachdem Cooper und Apollo am 12. Juni ihre Fusionsvereinbarung bereits unterzeichnet hatten. Man habe herausgefunden, dass Che Hongzhi, Chairman von Chengshan Cooper Tires, drei Tage nach der Vertragsunterzeichnung auf Cooper-Einladung hin in die USA gekommen sei, weil die Amerikaner sich offenbar erhofften, er würde einen höheren Kaufpreis für das Unternehmen bieten als Apollo. Das hätte er mit 38 gegenüber 35 US-Dollar je Cooper-Aktie zwar auch, aber die Unsicherheiten rund um die Finanzierung des Ganzen durch die Chinesen haben den US-Hersteller dann letztlich zunächst doch an den ursprünglichen Plänen mit Apollo festhalten lassen.

„Das ist wirklich der entscheidende Faktor hinter dieser ganzen Sache“, so der Apollo-CFO gegenüber Forbes India. Zu den meisten Mitgliedern des Cooper-Managements, mit denen man in Sachen des Deals zusammengearbeitet hat, bestand nach seinen Worten ein gutes bzw. vertrauensvolles Verhältnis, sodass es für bare Münze genommen worden sei, als die Gesprächspartner versicherten, mit dem China-Joint-Venture werde alles glattgehen, es gebe keine Probleme und dergleichen mehr. Insofern macht Sarkar also vor allem wohl ein gerüttelt Maß an Vertrauensverlust für das Ende der Apollo-Cooper-Ehe noch vor dem eigentlichen Gang zum Traualtar verantwortlich. cm

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