Studie rät Autohäusern einmal mehr, die Rädereinlagerung auszulagern

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Vor rund zwei Jahren hatte die nach eigenen Aussagen deutschlandweit zahlreiche sogenannte „RäderHotels“ betreibende 4Wheels Service und Logistik GmbH (Düsseldorf) das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) bereits mit einer Studie beauftragt, welche Nutzen und Chancen rund um das Reifen-/Rädergeschäft in Autohäusern bzw. die Einlagerung von Kundenrädern aufzeigen sollte. Kam man damals schon zu dem Schluss, dass das Auslagern des Einlagerungsgeschäftes bzw. die Zusammenarbeit mit einem entsprechenden Dienstleister wie eben 4Wheels durchaus Sinn machen könne, so gelangt das IFA in einer aktuellen Untersuchung nun zu mehr oder weniger derselben Erkenntnis. Begründet wird diese Sicht der Dinge insbesondere damit, dass die mit der Rädereinlagerung erzielbaren Erlöse aktuell zwar „nicht ausreichen, um die Kosten- bzw. Aufwandspositionen solcher Angebotsleistungen zu decken“ (die erlösseitige Unterdeckung wird mit durchschnittlich rund 70 Prozent beziffert), aber gerade die Fremdvergabe an einen spezialisierten Dienstleister zu „positiven Effekten bei den Autohausprozessen und zur Kostenoptimierung“ führe. „Unter Vollkostengesichtspunkten lässt sich an dieser Stelle eine spürbare Entlastung von bis zu 40 Prozent gegenüber der Selbsteinlagerung erreichen“, heißt es in der aktuellen IFA-/4Wheels-Studie. Zugleich lässt sie bei alldem keinerlei Zweifel daran aufkeimen, dass die Rädereinlagerung heute zu den Muss-Dienstleistungen im Autohaus zählt, weil sie außer einem Beitrag zur Kundenzufriedenheit bzw. -bindung zudem noch die Realisierung zusätzlicher Umsatzpotenziale in den verschiedenen Geschäftsbereichen der Betriebe ermögliche.

Insofern geht es nach Meinung des IFA weniger um das Ob als das Wie. Oder anderes formuliert: Welche Maßnahmen sind nötig, um die betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit dieses Dienstleistungsangebot sicherzustellen? In diesem Zusammenhang gibt es neben den Kosten selbst noch weitere Dinge zu berücksichtigen, und so werden durchaus noch weitere Argumente genannt, warum für Autohäuser ein Outsourcing der Rädereinlagerung Sinn macht. Denn für die jüngste Untersuchung wurden nicht nur fast 400 Betriebe befragt, sondern auch beinahe 1.000 Kunden, wobei rund 82 Prozent aus letzterer Gruppe angegeben haben sollen, im Zuge des Radwechsels zusätzliche Wartungs- und Reparaturumfänge in Auftrag geben zu wollen. „Leider bewältigen die Autohäuser nach den vorliegenden Befragungsergebnissen lediglich in durchschnittlich 6,2 Prozent aller Radwechsel- und Einlagerungsfälle diese zusätzlichen Auftragspositionen“, heißt es vonseiten des IFA, wo man der Meinung ist, dass gerade das Auslagern der Rädereinlagerung die Personal- und Raumkapazitäten für solche als ertragsstark beschriebenen Serviceleistungen gewährleisten hilft. „Die zwei jährlichen Radwechselphasen im Frühjahr und Herbst führen jeweils in etwa fünfwöchigen Zyklen zu einer Überbeanspruchung der Serviceorganisation im einzelnen Autohaus. Um die zusätzlichen Aufträge zu bewältigen, müsste die Personalkapazität in solchen Zeiten um bis zu 46 Prozent erhöht werden, um die sonst üblichen Beratungs- und Serviceleistungen umfassend anzubieten“, wird in der Studie vorgerechnet. cm

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