Pkw-Winterreifenabsatz im Oktober dürfte Branchenstimmung (weiter) dämpfen

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Die Monate Oktober bzw. November und zum Teil vielleicht auch noch der Dezember sind diejenigen, in denen mit Blick auf Pkw-Winterreifen das Endkundengeschäft so richtig brummt. Im zurückliegenden Jahr wurden allein in den beiden erstgenannten Monaten zusammengenommen gut 60 Prozent aller in ganz 2012 vom Handel in Richtung Verbraucher verkauften Autowinterreifen an die Frau und den Mann gebracht, wobei der Oktober mit einem mehr als 35-prozentigen Anteil gegenüber dem gut 25-prozentigen im November 2012 zudem der wichtigere der beiden war. Umso mehr geben die aktuellen Zahlen des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WdK) für das laufende Jahr zu denken, die dessen sogenanntem Sell-out-Panel zu entnehmen sind. Demnach wurden diesen Oktober fast zehn Prozent weniger Pkw-Winterreifen vom Handel in Richtung Endverbraucher verkauft als im ohnehin schon schwachen Vorjahresmonat. Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf ist dies gleichbedeutend damit, dass aus dem noch Ende September ausgewiesenen gut dreiprozentigen Plus beim Pkw-Winterreifenabsatz Handel an Verbraucher nur einen Monat später ein vierprozentiges Minus geworden ist.

Das dürfte die allgemeine Branchenstimmung nicht gerade aufhellen, selbst wenn so manche Industrievertreter wie unlängst beispielsweise auch George Rietbergen, Group Managing Director Deutschland/Österreich/Schweiz bei Goodyear Dunlop, Zahlen präsentieren bzw. der Hoffnung Ausdruck verleihen, wonach für das Gesamtjahr von einer im Vergleich zu 2012 steigenden Nachfrage nach Winterreifen auszugehen sei. Zumal hier einerseits meist aus Sell-in-Sicht argumentiert und damit auf den Absatz Industrie an Handel Bezug genommen wird, der sich andererseits bis einschließlich September – Zahlen zum Oktober liegen der NEUE REIFENZEITUNG noch nicht vor – ebenfalls rückläufig entwickelte. Zumindest laut Rietbergen sollte angesichts des Umstandes, dass in diesem Jahre viele Autofahrer ihre Winterreifen auch die Sommermonate über gefahren haben, aber nichtsdestoweniger ein erhöhter Ersatzbedarf an Winterreifen zu erwarten sein. Genaue Zahlen dazu, wie hoch Anteil der Winterreifennutzer im Sommer tatsächlich ist, konnte man jedoch nicht vorlegen, und mit Blick auf die Zahlen des WdK-Sell-out-Panels spiegeln sich derartige Hoffnungen jedenfalls bis jetzt noch nicht in der Absatzentwicklung Handel an Verbraucher wieder. Insofern bleibt derzeit wohl nur weiter zu hoffen, dass noch wird, was bis jetzt noch nicht ist. christian.marx@reifenpresse.de

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