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Chengshan Group war früher selber an Cooper-Übernahme interessiert

Wie nun anlässlich der Verhandlungen vor dem Delaware Court of Chancery zur Cooper-Übernahme durch Apollo Tyres bekannt wurde, habe Coopers chinesischer Joint-Venture-Partner Chengshan Group offenbar früher auch mit einer Übernahme des US-Partners geliebäugelt. Dies bestätigte gestern Cooper-Chef Roy V. Armes, sagte aber, der chinesische Hersteller habe dazu nie ein offizielles Angebot unterbreitet, das zu Verhandlungen hätte führen können.

Diese Information war offensichtlich auch für Apollo Tyres neu, bestätigte Armes doch, seinen indischen Gesprächspartnern bisher nichts vom früheren Übernahmeinteresse der Chengshan Group gesagt zu haben. Die Apollo Tyres Ltd., die die Cooper Tire & Rubber Co. für rund 2,5 Milliarden US-Dollar kaufen will, betonte nun anlässlich der Anhörung im Delaware Court of Chancery, dass diese Offenbarung Armes’ den Sachverhalt in einem anderen Licht erscheinen lasse. Wie bekannt, steht aktuell hauptsächlich das Joint Venture in China der Übernahme Coopers durch Apollo Tyres im Wege.

Wie genau sich dadurch der Sachverhalt ändere, wurde indes nicht bekannt. Man darf aber erwarten, dass Apollo Tyres versuchen wird, damit die vermeintliche Renitenz des chinesischen Cooper-Partners in den derzeit stattfindenden Übernahmeverhandlungen zu begründen und die eigenen Forderungen nach einen Nachlass beim Kaufpreis zu untermauern. ab

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