Jeder dritte Lkw- und Busreifen der Marke Michelin mit Schneeflockensymbol

Der französische Reifenhersteller Michelin will auch im Winter dafür Sorge tragen, dass Güter und Personen sicher und zuverlässig an ihr Ziel kommen. Nahezu jeder dritte Reifen im hauseigenen Produktportfolio erfülle bereits heute über die M+S-Standards hinaus die Anforderungen für das Schneeflocken-Symbol und zeichnet sich durch hervorragende Fahreigenschaften bei winterlichen Verhältnissen aus, lässt das Unternehmen in einer Pressemitteilung wissen.

Den Kunden steht somit eine breite Auswahl an wintertauglichen Reifen mit der Schneeflockenmarkierung zur Verfügung. Das M+S-Symbol, ebenfalls anerkanntes Gütesiegel für überdurchschnittliche Fahrleistungen auf winterlichen Straßen, kennzeichnet nahezu 50 Prozent der Michelin-Reifenmodelle für Lkw und Busse.

Aufwendiges Testverfahren für Schneeflockengütesiegel

Fast alle seit dem 1. Juli 2012 produzierten Michelin-Traktionsreifen für die Antriebsachse und zahlreiche weitere Michelin-Nutzfahrzeugreifen tragen bereits heute die Three Peak Mountain Snow Flake (3PMSF)-Markierung, in Deutschland besser bekannt als Schneeflockensymbol. Die neue Kennzeichnung ist der offizielle Beleg dafür, dass die Michelin-Nutzfahrzeugreifen einen normierten Praxistest auf Schneefahrbahn bestanden haben. Grundlage hierfür ist ein Test nach ECE-Regelung Nr. 117.02. Diese ECE-Regelung wurde im November 2012 beschlossen und ist gültig für alle Nutzfahrzeugneureifen. Der Zeitpunkt der gesetzlichen Verankerung in den Ländern steht jedoch noch nicht fest. Der Praxistest sieht unter anderem einen Traktionsvergleichstest mit einem definierten Referenzreifen auf fester Schneefahrbahn vor. Der Testreifen muss dabei in sechs bis zehn Testläufen um mindestens 25 Prozent besser sein als der Referenzreifen.

Alle Michelin-Reifen, die das neue Gütesiegel 3PMSF tragen, durchlaufen den Vorgaben entsprechend strenge Prüfungen. So hat der französische Reifenhersteller aufwendige Testreihen im finnischen Ivalo durchgeführt. In mehr als tausend Teststunden mussten die Lkw- und Busreifen nachweisen, dass sie für winterliche Schneeverhältnisse besonders geeignet sind. Dabei werden hohe Maßstäbe an den Grip bei Eis und festgefahrener Schneedecke angelegt.

Reifen mit dem 3PMSF-Symbol sind von „durchschnittlichen Winterverhältnissen“ bis zu „überwiegend winterlichen Fahrbedingungen“ geeignet. Für den Einsatz in besonders schneereichen Gebieten mit ungeräumten Straßen in Mittel- und Hochgebirgslagen hat Michelin eigens Gripspezialisten entwickelt wie den XDW Ice Grip. Diese sind noch stärker auf den Einsatz unter extremen Bedingungen abgestimmt und sorgen damit für beruhigende Sicherheitsreserven.

Breites Angebot mit M+S-Markierung

Das Gros der Lkw und Busse in Mitteleuropa ist jedoch milderen Klimabedingungen ausgesetzt. Fuhrparkbetreiber verlangen daher ganzjahrestaugliche Reifen, die hohe Kilometerleistungen erreichen, Komfort und geringen Rollwiderstand bieten – aber bei winterlichen Straßenverhältnissen auch ein hohes Maß an Sicherheit bieten.

Generell sei jeder Michelin-Nutzfahrzeugreifen so konzipiert, schreibt der Hersteller, dass er bei durchschnittlichen mitteleuropäischen Witterungsbedingungen wintertauglich ist. In der Regel tragen alle von Michelin für den Winter empfohlenen Reifen für die Antriebsachse die M+S-Markierung. Sie sind an der ausgeprägten Querorientierung des Profils zu erkennen. Reifen für die Vorderachse haben keine Traktionsaufgaben und müssen deshalb nicht zwangsläufig M+S-markiert sein. Der M+S-Kennzeichnung liegt kein normiertes Testverfahren zugrunde.

Das Profil macht den Unterschied

Aufgrund der hohen Radlasten und der hohen Reifendrücke von bis zu neun bar bieten Nutzfahrzeugreifen – anders als Pkw-Reifen – keine Möglichkeit, eine bessere Wintertauglichkeit durch weichere Gummimischungen zu erreichen. Mehr Sicherheit auf Eis und Schnee lässt sich nur über die Gestaltung des Profils erreichen. Dabei sind die Anforderungen an Lkw-Reifen grundsätzlich verschieden, je nachdem, auf welcher Achse sie montiert sind. Während die eher quer profilierten Antriebsräder die Motorkraft auf die Straße bringen, sorgen längs profilierte Vorderachsreifen für Stabilität beim Lenken und Bremsen.

Vier verschiedene Lamellentechnologien

Je nach Anforderungen und Anwendung hat Michelin vier verschiedene Lamellentechnologien entwickelt. Dadurch stellt Michelin sicher, dass für jedes Fahrzeug zu jeder Jahreszeit der passende Reifen zur Verfügung steht.

Die dreidimensionalen Deltalamellen (3-D-Lamellen) sind in Laufrichtung des Reifens angeordnet und reichen bis in die Tiefe des Profilgrundes. Sie verleihen den Profilblöcken Festigkeit und sorgen für ein gleichmäßiges Abriebsbild. Die tiefen Lamellen erhöhen vor allem auf nassen, rutschigen und vereisten Straßen den Grip.

Die ebenfalls dreidimensionale Struktur der patentierten doppelt gewellten Lamelle blockiert die Stollenbewegung im Profil. Dies reduziert die Profilabnutzung und trägt zu einer hohen Kilometerleistung bei. Vor allem bleibt die Lauffläche flexibel genug, um Grip beim Kontakt mit der Fahrbahn zu gewährleisten.

Die Stablamellen wirken wie Minipumpen: Sie verhindern den Rückstau des ins Profil eindringenden Wassers und erhöhen so die Traktion. Außerdem verringern die Stablamellen das Risiko von Profilausrissen im Profilstollen.

Ein besonderes Highlight ist die patentierte Wassertropfenlamelle. Ihre einzigartige, einem Wassertropfen nachempfundene Form bewirkt, dass sich nach etwa zwei Dritteln des Abriebs neue Profilrillen und -kanten öffnen, die vorher in der Mitte des Profilstollens verborgen waren. So ist für Haftung und Profil während der gesamten Lebensdauer gesorgt. dv

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