Mahner zum EU-Reifenlabel werden nicht gehört: Aus gutem Grund?

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Nur wenige Tage, nachdem Goodyear Dunlop mit einem internationalen Round Table in Brüssel die positive Entwicklung des EU-Reifenlabels in der öffentlichen Wahrnehmung und im täglichen Handeln zu unterstreichen versuchte, ist ein unwillkommenes Störfeuer aus Großbritannien zu hören. Im Rahmen eines „Reports“ berichten Lanxess und der Reifenhändlerverband NTDA darüber, dass 93 Prozent der britischen Verbraucher beim Reifenkauf keine Informationen wie die auf dem EU-Reifenlabel abfragen.

Sicherlich kann man festhalten, dass auf dem britischen Reifenmarkt seit jeher Kriterien für den Reifenkauf entscheidend sind, die in Kontinentaleuropa eine weniger zentrale Rolle spielen – namentlich der Preis. Die Mehrheit des britischen Reifenmarktes ist ein Budgetreifenmarkt; es werden jedes Jahr Millionen Gebrauchtreifen gehandelt.

Doch ein dermaßen großes Desinteresse der britischen Endverbraucher wirft ein interessantes Schlaglicht auf die Zustände auf dem deutschen Reifenmarkt, auf dem viel über die Bedeutung des EU-Reifenlabels gesprochen wird. In der täglichen Wahrnehmung und Handhabung allerdings sieht dies indes auch ein Jahr nach der Einführung des Labels immer noch so aus, dass es kaum als akzeptiert oder gar etabliert gelten darf, wie wir bereits im Sommer unter dem Titel „EU-Reifenlabel: Fachhandel sollte aus seinem ‚Winterschlaf’ erwachen“ berichteten. Die Mahner werden aber weiterhin nicht gehört… vielleicht aus gutem Grund! ab

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