Rallye-WM: Abschied von Sébastien Loeb, Sébastien Ogier neuer Titelträger

Noch 20 Mal Drehzahlstakkato am Start einer Wertungsprüfung. Noch 20 Mal geht einer der größten Rallye-Piloten der Geschichte auf Bestzeitjagd – dann sagt Rekord-Champion Sébastien Loeb „au revoir“. Mit Sébastien Ogier steht sein Nachfolger bereits in den Startlöchern. Denn bei seiner Heim-Rallye hat sich der VW-Pilot bereits gestern im Polo R WRC zum Weltmeister gekrönt. Beide sind bei der Rallye Frankreich auf Michelin-Reifen am Start.

Während der vergangenen Dekade dominierte Sébastien Loeb diesen Sport wie kein anderer Fahrer vor ihm: neun Weltmeistertitel, 78 WM-Siege, 896 Wertungsprüfungsbestzeiten – nicht ohne Grund trägt er den Spitznamen „der Außer-Loebsche“. Doch nun sagen der erfolgreichste Rallye-Fahrer aller Zeiten und sein Beifahrer Daniel Elena – die den Großteil ihrer Triumphe auf Reifen von Michelin feierten – adieu und au revoir. Bei der Rallye Frankreich greift Loeb zum voraussichtlich letzten Mal ins Lenkrad seines Michelin-bereiften Citroën DS3 WRC. Sébastien Ogier hat schon bei der ersten WP alles klar gemacht und kann gemeinsam mit Beifahrer Julien Ingrassia im Michelin-bereiften Polo R WRC seinen ersten WM-Titel feiern.

Wie bereits bei der Rallye Deutschland im August vertrauen die Partnerteams von Michelin auch beim französischen WM-Lauf auf den neuen Pilot Sport in der härteren H2-Laufflächenmischung. Sollte der Himmel über dem Elsass seine Schleusen öffnen, steht den Prioritäts-1- und -2-Fahrern zudem der Pilot Sport in der weicheren S2-Konfiguration zur Verfügung. Beide 18-Zöller weisen das gleiche Profildesign auf, decken aber unterschiedliche Einsatzgebiete ab: Während der H2 vor allem für trockene Bedingungen konzipiert wurde, ist die S2-Variante bei Regen und gemischten Verhältnissen die richtige Wahl. Frei verkäuflich sind diese außergewöhnlichen Technologieträger nicht. Jeder einzelne Pneu geht nach Gebrauch an die Spezialisten von Michelin zurück und wird intensiv analysiert.

„Für die Rallye Frankreich sind wechselhafte Witterungsbedingungen vorhergesagt. Die richtige Reifenstrategie kann daher eine entscheidende Rolle spielen. Gleiches gilt natürlich auch für die Wettervorhersagen, die die Teams von unterschiedlichen Experten beziehen und anhand derer die Piloten ihre Reifenwahl treffen“, erklärt Jacques Morelli, Leiter des Rallye-Programms von Michelin. „Im Rahmen der Testfahrten für die Rallye Frankreich haben die Piloten mit einem Reifensatz der Pilot Sport H2 mehr als 120 Kilometer abgespult. Bei Nässe bewiesen die Pilot Sport mit der weicheren S2-Laufflächenmischung hervorragende Haftungseigenschaften. Sie verdrängen enorm viel Wasser, obwohl gemäß Reglement lediglich 23 Prozent der Lauffläche profiliert sind.“ dv

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