„Rädermann“ Thomas Wirz geht in Ruhestand

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Seit 40 Jahren verantwortet Thomas Wirz bei Continental Schweiz das Rädergeschäft – jetzt tritt er in den Ruhestand. „Design, Farben, Wintersicherheit, zunehmende Größen bei mittlerweile nur marginalen Preisunterschieden gegenüber Stahlrädern prägen die Leichtmetallfelgen im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte“, zeichnet er die Entwicklung während dieser Zeit nach. Hätten Erstausrüster früher bei neuen Personenwagen noch vorwiegend auf Stahlräder gesetzt, habe sich im Laufe der Zeit trotz relativ hoher Kosten ein „sehr lukratives Ersatzgeschäft mit Alurädern“ entwickelt. Continental sieht sich bei alldem selbst als einer der bedeutendsten Anbieter von Leichtmetallrädern in der Schweiz. Mit dem von dem Unternehmen vertretenen Marken Alutec, ATS, MAK und Wheelworld ist Continental Suisse SA demnach mit über 20.000 verschiedenen Rädern in die Wintersaison 2013/2014 gestartet.

 

„Während im Gesamtmarkt Ende siebziger Jahre 350.000 zusätzliche Räder verkauft wurden, sind es heute rund 500.000“, rechnet Wirz vor. Bremsend wirke dabei, dass mehr und mehr Automarken bereits werkseitig mit Alukompletträdern ausgerüstet werden, sagt er. Das erkläre zudem, warum 2003 der Anteil der Winterräder erstmals die Sommerräder im Ersatzgeschäft überflügelte. „Grundsätzlich geändert hat sich das seit 1995, als die Hersteller besser lackierte, nicht mehr oxidierende, winterresistente Räder auf den Markt brachten“, so Wirz weiter. Zudem hätten die Dimensionen immer mehr zugelegt. „1975 fingen wir mit einem ATS-Aluradmodell von zehn bis 15 Zoll an. Heute sind es 14 bis 22 Zoll“, erinnert er sich und Verweis darauf, dass zugleich die Preisdifferenz zwischen Leichtmetall- und Stahlrad seither beständig geschrumpft ist.

 

„Mit Leichtmetallrädern ist es ist wie mit Kleidern. Heute ist das modern, morgen jenes und irgendwann wird sich der Trend wiederholen“, weiß Contis Schweizer Räderchef von seinen langjährigen Erfahrungen zu berichten. Spezielle Felgen werde es immer geben, sie machten aber nicht die Masse aus, fügt er hinzu. Früher sei etwa Schwarz glänzend poliert in gewesen – heute eher Leichtmetallräder in Schwarz oder Grafit matt bzw. Ice-Titan. „Es kann auch Bi-Color, überdreht und glänzend sein, aber dabei kein Hang zu Extremen, alles sehr dezent. Schlichte Fünfspeichenwinterräder, pflegeleicht mit einem guten Preis-Leistungs-Verhalten machen auch heute noch 35 bis 40 Prozent vom Gesamtvolumen aus. Und wir bieten immer mehr Original- und ASA-geprüfte Räder an, weil die beim Straßenverkehrsamt nicht mehr speziell eingetragen werden müssen“, meint Wirz.

 

Angesichts seiner nach wie vor an den Tag gelegten Begeisterung für das Thema Räder kann man sich beinahe gar nicht vorstellen, dass er nun in den Ruhestand wechselt. Auf die Frage, was ihn während seiner 40-jährigen Tätigkeit im meisten fasziniert hat, zählt er Dinge wie die mit diesem Branchenzweig verbundene Vielfalt, die Kundenkontakte oder die Emotionen aus. „Nicht nur hochklassige Sportwagen und getunte Fahrzeuge auch kleinere Fahrzeuge werden dadurch individualisiert. Leichtmetallräder sind nicht nur schwarz und rund. Es ist sind Produkte, welche Autos grundlegend verändern. Und es war das Unternehmen, das all die Jahre hinter den Produkten stand und das Rad der Zeit und mich in den 40 Jahren bewegte“, sagt Thomas Wirz. cm

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