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KÜS-Bericht: Profiltiefe bei den Reifenmängeln vorn

Wenn die Hauptuntersuchung ansteht, sehen die Prüfingenieure der KÜS auch bei den Reifen genau hin. Dabei geht es dann um Schäden an den Reifen, die Profiltiefe oder ob auch der richtige Reifen montiert ist. Nach wie vor werde der Reifen stiefmütterlich behandelt, so die KÜS. Das zeigt die Mängelbilanz aus den Hauptuntersuchungen des ersten Halbjahres 2013. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 rollten über 1,4 Millionen Fahrzeuge zur Hauptuntersuchung in die Prüfhallen der KÜS und in die KÜS-Prüfstützpunkte in den Werkstätten. Dabei wurden insgesamt 1.606.341 Mängel an Fahrzeugen dokumentiert, die Palette reichte von „geringem Mangel“ bis zu „verkehrsunsicher“. Bei der Fahrzeugbereifung dokumentierten die Prüfingenieure der KÜS im ersten Halbjahr 2013 50.863 Mängel.

Dabei wurden im Prüfbericht 7.717 Mal Alterungsrisse bemängelt und 3.598-mal beschädigte Reifen. 4.176 Mal wurden andere Beschädigungen oder Mängel bescheinigt. Eine stattliche Zahl in der Mängelbilanz ist auch die Sparte „Größe-Bauart-Kennzeichnung“. Hier geht es in der Hauptsache um Reifen, die für das Fahrzeug auf dem sie montiert sind, nicht zugelassen wurden. Den höchsten Anteil innerhalb der Reifenmängel stellt nach wie vor die Profiltiefe. 15.631 mal war die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von 1,6 Millimeter nicht mehr vorhanden. Auch ein Überbleibsel aus der Winterzeit fand noch Eingang in die Bilanz der KÜS zum Thema Reifenmängel. Winterreifen haben einen geringeren Geschwindigkeitsindex als Sommerreifen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird mit einem kleinen Aufkleber im Sichtbereich des Fahrers angezeigt. Fehlt dieser, ist dies ebenfalls ein Mangel. 6.980-mal fanden die KÜS- Prüfingenieure den Aufkleber nicht. Fast alle Mängel an den Reifen werden als „erhebliche Mängel“ eingestuft. Das heißt, die Plakette wird verweigert und das Fahrzeug muss noch einmal mit mängelfreier Bereifung vorgeführt werden. „Diese Mängeleinstufung zeigt deutlich die Wichtigkeit intakter Reifen für die Verkehrssicherheit“, so Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS. ab

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