Rallye-WM mit Michelin zu Gast in Deutschland

Die Rallye Deutschland, die diese Woche beginnt, wartet in diesem Jahr mit zahlreichen Neuerungen auf. So findet der offizielle Start des WM-Laufs erstmals nicht in Trier, sondern vor der Kulisse des Kölner Doms statt. Geblieben ist jedoch der einzigartige Mix aus engen, schnellen und technisch anspruchsvollen Wertungsprüfungen in den Mosel-Weinbergen, dem nördlichen Saarland sowie auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder. Die beiden Auftaktprüfungen finden erstmals in der Eifel statt. Bei keiner anderen Rallye erwartet die Drift-Elite eine derart anspruchsvolle Mischung aus unterschiedlichen Fahrbahnbelägen und wechselnden Streckenprofilen. Der Asphalt-Pneu von Michelin soll auf all diesen Fahrbahnbelägen vorbildlichen Grip bieten.

Die Rallye Deutschland ist der erste reine Asphaltlauf des Jahres. Daher vertrauen die Partnerteams des französischen Herstellers hier erstmals auf den neuen Pilot Sport in der härteren H2-Laufflächenmischung. Für regnerische Witterungsbedingungen steht den Prioritäts-1- und -2-Fahrern zudem der Pilot Sport in der weicheren S2-Konfiguration zur Verfügung. Letztere kam bereits beim Saisonauftakt Rallye Monte Carlo zum Einsatz.

„Die Rallye Deutschland stellt an die Reifen sehr hohe Ansprüche. Insbesondere auf der langen Wertungsprüfung ,Arena Panzerplatte‘ werden die Pneus stark belastet, denn die jeweils 41,08 Kilometer lange Betonpiste befindet sich in einem teilweise arg strapazierten Zustand“, erklärt Jacques Morelli, Leiter des Rallye-Programms von Michelin. „Hinzu kommt, dass jeder Reifen in diesem Jahr reglementsbedingt eine längere Wegstrecke zurücklegen muss. Bei der Rallye Deutschland feiert daher die besonders robuste H2-Laufflächenmischung des Michelin Pilot Sport Premiere.“

Beide 18-Zöller weisen das gleiche Profildesign auf, decken aber unterschiedliche Einsatzgebiete ab: Während der H2 vor allem für trockene Bedingungen konzipiert wurde, ist die S2-Variante bei Regen und gemischten Verhältnissen die richtige Wahl. Zugleich zeichnen sie sich durch besonders widerstandsfähig konstruierte Seitenwände aus. Selbst bei völligem Luftverlust bieten diese Pneus immer noch die Chance, die WP sicher zu beenden. Nur zur Information: Frei verkäuflich sind diese außergewöhnlichen Technologieträger nicht. Jeder einzelne Pneu geht nach Gebrauch an die Spezialisten von Michelin zurück und wird intensiv analysiert.

Das Reglement schränkt die Anzahl der zur Verfügung stehenden Reifen seit Saisonbeginn noch weiter ein. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Reifenkontingent um 30 Prozent reduziert – eine Entscheidung, die einen höheren Schwerpunkt auf die Zuverlässigkeit und Ausdauer der Pneus legt und deswegen auf eine Anregung von Michelin zurückgeht. Im konkreten Fall bedeutet dies: Pro World Rally Car dürfen im Laufe der Rallye inklusive Qualifying nur 28 Reifen eingesetzt werden, also jeweils vier pro Service. Hinzu kommen die vier Pneus, die während des Shakedown verwendet werden. Die Fahrer können bis zu zwei Reserveräder im Kofferraum mitführen, die aber – ebenso wie die Rollbereifung – jeweils mit neuen Pneus bestückt sein müssen. Insbesondere bei unverhofftem Wetterumschwung bereitet dies den Boden für interessante Strategien, wenn Fahrer und Beifahrer zwischen zwei Prüfungen unterschiedliche Reifen miteinander kombinieren. In der Vergangenheit versuchten es einzelne Teilnehmer zum Beispiel mit zwei weicheren Pneus auf der einen und zwei härteren auf der anderen Fahrzeugseite. Andere wiederum setzten auf eine Überkreuz-Mischbereifung, was sich als besonders erfolgsversprechende Lösung entpuppte. Das gesamte Kontingent pro Fahrer besteht aus 28 Pilot Sport H2 und 20 S2.

Insgesamt liefert Michelin 1.400 Reifen zur Rallye Deutschland – 600 weniger als noch im vergangenen Jahr. dv

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