Michelin lobt „Total Performance Award“ aus

Bei einer Pressekonferenz Anfang Juni in Le Mans hat Michelin Details zu einem von dem Reifenhersteller ins Leben gerufenen neuen Wettbewerb mitgeteilt. Beim sogenannten „Total Performance Award” wird demnach ab 2014 ein Preisgeld in Höhe von einer Million Euro ausgelobt für das erste Team, das fünf Bedingungen gleichzeitig erfüllt: Es muss den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans einfahren, die schnellste Rundenzeit aufstellen, mehr als 5.000 Kilometer bei dem Langstreckenrennen zurücklegen sowie dabei noch weniger Kraftstoff und weniger Reifen benötigen als zuvor festgelegt. Die entsprechenden Referenzmarken bezüglich der letzten beiden Kriterien will man nach dem Ende des diesjährigen Le-Mans-Rennens fixieren. Michelin sieht den „Total Performance Award” als Ansporn, um Innovationen zu beschleunigen. Das Preisgeld soll das siegreiche Team oder der erfolgreiche Fahrzeughersteller dann nämlich einer Forschungseinrichtung seiner Wahl weiterreichen, die an nachhaltigen Mobilitätslösungen arbeitet. „Eine ähnliche Philosophie inspirierte schon den ‚Grand Prix Michelin’ im Jahre 1908”, erklärt Pascal Couasnon. „Die Gründungsbrüder der Gruppe versprachen damals 100.000 Francs (was heute etwa einer Summe von 400.000 Euro entsprechen würde) dem ersten Piloten, der mit seinem Flugzeug von Paris aus starten und es auf dem Gipfel des Puy de Dôme nahe Clermont-Ferrand landen würde. Eugène Renaux sicherte sich drei Jahre später diese Siegprämie …”, fügt Michelins Motorsportdirektor hinzu.

„Es wird wahrscheinlich ein paar Jahre dauern, bis jemand den ‚Michelin Total Performance Award’ gewinnt”, glaubt Pascal Vasselon, im Range eines Direktors bei Toyota Racing. „In der heutigen Motorsportwelt sind Innovationen ein komplexer Prozess. Setzt man sich selbst ein ambitioniertes Ziel wie den Gewinn des ‚Michelin Total Performance Award’, dann müssen zunächst jede Menge Simulationen rund um die leistungsbestimmenden Faktoren gemacht werden, bevor das Ganze dann in die Praxis umgesetzt werden kann mitsamt solcher Dinge wie dem Einhalten des Zeitrahmens und des Budgets sowie natürlich auch dem Erfolg auf der Rennstrecke. Innovationen erfordern Teamwork und brauchen Zeit”, meint er. „Dem stimme ich voll und ganz zu”, ergänzt Audi-Motorsportleiter Dr. Wolfgang Ullrich. „Dies ist eine interessante Herausforderung, die uns zu Innovationen motiviert. Das passt perfekt zum Geist der 24 Stunden von Le Mans. Dieses Rennen dient seit neun Jahrzehnten Fahrzeug- und Reifenherstellern als so etwas wie ein Testfeld für neue Technologien“, so Ullrich weiter. Der „Total Performance Award” geht Michelin zufolge noch einen Schritt weiter als die frühere Opens external link in new window„Green X Challenge“ des Konzerns, die 2009 vorgestellt wurde. „Heute ist es unser Ziel, das gleichzeitige Erreichen mehrere Kriterien zu belohnen: Sieg, Leistung, Langlebigkeit und Energieeffizienz. Genauso wie Michelins Opens external link in new window‚Total-Performance’-Konzept den Kern der Forschungs- und Entwicklungsstrategie des Konzerns bildet”, sagt Couasnon. cm

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