Online-Reifenpreisvergleiche sehen Italiener als „Gefahr aus dem Netz“

Dienstag, 9. April 2013 | 0 Kommentare
 
Der italienische Großhändler Tagliabue Gomme Gross will die Reifenpreisvergleichsplattform GommaFlash stoppen
Der italienische Großhändler Tagliabue Gomme Gross will die Reifenpreisvergleichsplattform GommaFlash stoppen

Eine Reifenpreisvergleichsplattform sorgt in Italien für Spannungen im Markt. Über die Seite GommaFlash können sich registrierte Reifenhändler die Preise von Shops anzeigen lassen, für die sie wiederum Zugangsdaten haben. Wie unser italienisches Schwestermedium PneusNews.

it jetzt berichtet, regt sich deutlicher Widerstand im Land gegen entsprechende Dienstleister, die selber keine Reifen verkaufen. Wortführer dabei ist der Großhändler Tagliabue Gomme Gross; das Unternehmen mit Sitz in Villasanta (Provinz Lombardei) zählt zu den größten Großhändlern des Landes und wehrt sich vehement gegen entsprechende Vergleichsportale von Onlinereifenpreisen und will ihnen sogar demnächst technisch einen Riegel vorsetzen. Unterdessen ruft Carlo Tagliabue öffentlich zum Boykott vom GommaFlash auf.

Während die Betreiber von GommaFlash betonen, sie erbrächten lediglich eine Dienstleistung für ihre Kunden, die von diesen gewünscht und auch zu deren vollster Zufriedenheit programmiert wurde und die eben keine “Gefahr aus dem Netz” bedeute, fürchtet Händler Tagliabue um seine über Jahre hinweg aufgebauten Kundenbeziehungen, wenn diese nur noch auf den Preis der Ware reduziert würden. Laut Tagliabue untergrabe GommaFlash “die Arbeit hinter der Geschichte eines Unternehmens” und mache “die Erstellung einer Marketingstrategie schwierig”. Der Händler will sogar das sogenannte Patch, mit dem er das ungewollte Screening seines Shops durch GommaFlash unterbinden will, an andere gleichgesinnte Händler in Italien weiterreichen.

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Kategorie: Markt

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