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Debatte zu Labeling-Auffälligkeiten: WdK spricht Herstellern Vertrauen aus

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„Die seit dem 1. November 2012 geltende Pflichtkennzeichnung von Reifen erfolgt nach unseren Beobachtungen durch die europäischen Premiumhersteller in absoluter Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben“, stellt Boris Engelhardt fest. Die aktuell vorgelegten Reifentestergebnisse privater Testorganisationen seien folglich „keine Überraschung“, so der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WdK) weiter. „Die Kritiker des Reifenlabels stürzen sich zu Unrecht auf nun gemessene Abweichungen, die zwischen zwei Labelklassen liegen“, meint Engelhardt. „Eine Varianz ist unvermeidbar und gesetzlich zulässig. Reifentests finden im Regelfall eben nicht unter identischen Laborbedingungen statt.“ Mitte vergangener Woche hatte die NEUE REIFENZEITUNG über vermeintliche Opens external link in new window„Auffälligkeiten rund ums Labeling“ berichtet.

  Die EU-Reifenkennzeichnungsverordnung legt die Bedingungen fest, unter denen die drei Labelwerte für Energieeffizienz, Geräuschentwicklung und Nassbremsverhalten ermittelt werden. Da die entsprechenden Tests ganzjährig und in allen Teilen Europas durchführbar sein müssen, werde gesetzlich für die Testrahmenbedingungen eine Bandbreite definiert. Dies betreffe die Fahrbahn oder auch die Umgebungstemperatur. Nur dort, wo Abweichungen zwischen Labelwerten und Testmessungen über mehrere Einstufungsklassen hinweg sichtbar würden, stelle sich die Frage nach einer Fehlkennzeichnung und deren Ursachen, so der Interessenverband weiter. Um den Verbraucher zu schützen, dränge der WdK auf die Einführung einer wirksamen Marktüberwachung durch die Bundesländer. Hier habe man den staatlichen Stellen auch das große Fachwissen der deutschen Reifenhersteller angeboten.

„Aus meiner Sicht übersehen die Kritiker des Reifenlabels die große Bedeutung der neuen Reifenkennzeichnung für eine an der Qualität orientierte Kaufentscheidung der Verbraucher. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Sicherheit sind Kriterien, die durch das Reifenlabel transparent gemacht werden. Qualitätsreifen sind technisch hochentwickelte Produkte. Das einzige Bindeglied zwischen Fahrzeug und Straße. Das Label hilft jedem Verbraucher, Qualitäten für seine individuelle Reifengröße zu unterscheiden. Beherrschbare Alternativen zur aktuellen Kennzeichnung haben deren Kritiker bisher nicht vorgelegt“, so Engelhardt abschließend. ab
 
Der WdK spricht den „europäischen Premiumherstellern“ sein Vertrauen aus und betont, Varianzen bei den Labelwerten und zwischen den Labelwerten und etwaigen Reifentests seien „unvermeidbar und gesetzlich zulässig“

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