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Der „Winter Response 2“ wirft seinen Schatten voraus

Zur nächsten Umrüstsaison im Herbst bringt Dunlop einen neuen Reifen für die kalte Jahreszeit in den Handel: den „Winter Response 2“. Einen ersten Blick auf das für Kleinwagen und Fahrzeuge der Kompaktklasse gedachte Modell gewährte die Marke, die in diesem Jahr das 125-jährige Jubiläum der Erfindung des Luftreifens durch John Boyd Dunlop feiern kann, unlängst bei einer Veranstaltung für den Handel und die Presse im österreichischen Schladming.

Montiert bei einer kleinen Flotte Suzuki Swift konnten die Teilnehmer daran auf einem Schneehandlingskurs im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“, was in dem neuen Reifen steckt, der – wie Dunlop-Produktmanager Michael Fett sagt – so noch gar nicht zu bekommen ist. Gleichwohl stehen schon heute viele der Eckdaten zu dem neuen Produkt fest, beispielsweise dass er in zunächst 22 Dimensionen für Raddurchmesser von 14 und 15 Zoll und mit Geschwindigkeitsindex T (bis 190 km/h) auf den Markt kommen wird. Die Laufflächenbreiten reichen demnach von 155 Millimetern auf der einen bis hin zu 195 Millimetern auf der anderen Seite, die Querschnittsverhältnisse von der Serie 70 bis zur Serie 50.

Damit tritt er einerseits die Nachfolge des bisherigen Opens external link in new window„Winter Response“ an. Andererseits ist er wie dieser zugleich als eine Art „kleiner Bruder“ die Ergänzung des eher für das High-Performance-Segment gedachten Opens external link in new window„SP Winter Sport 4D“ im Dunlop-Winterreifenportfolio. „Der ‚Winter Response 2’ ist konzipiert für die Standardklasse bis hin zu Wagen wie beispielsweise dem VW Golf oder der A-Klasse von Mercedes“, umreißt Fett das Einsatzspektrum, für das der neue Winterreifen ausgelegt wurde. Aber auch hinsichtlich manches technischen Details von dem neuen Winterreifen lässt Dunlop schon einiges durchblicken.

So etwa, dass der „Winter Response 2“ im Schulterbereich über im 45-Grad-Winkel angeordnete dreidimensionale Lamellen verfügt. Sie sollen den Zentrifugalkräften entgegenwirken und die Haftung auf Schnee und Eis bei Kurvenfahrt verbessern helfen. „Durch die schrägen Lamellen ergibt sich eine höhere wirksame Fläche in Querrichtung“, erklärt Michael Fett. Zugleich sei auch die Lamellendichte um 29 Prozent erhöht worden, ergänzt der Produktmanager, was unter dem in diesem Zusammenhang erwähnten Begriff „High Density Sipe System“ zu verstehen ist. Pro Reifen (185/60R15) ergebe sich aneinandergereiht eine Griffkantenlänge von über 38 Metern, womit der Reifenhersteller letztlich ein stabileres Bremsverhalten bei Nässe verbindet ebenso wie ein Plus an Traktion, kürzere Bremswege und stabileres Kurvenverhalten auf schneebedeckten Fahrbahnen.

„Reverse Snowguide“ ist eine weitere Technologie, die sich bei Dunlops „Winter Response 2“ erstmals findet. Damit gemeint ist die reversible Ausrichtung des Profils in der Laufflächenmitte. Die ist zwar pfeilförmig, wie man es von anderen Reifen her zu kennen meint – allerdings ist die Ausrichtung bezogen auf die Laufrichtung des Reifens „andersherum als erwartet“, wie es Fett formuliert. Dadurch werde Schnee „eingefangen“, und es bilde sich eine Gitterstruktur aus, die zu einer Erhöhung der Haftung führe, erläutert er den dahinter stehenden Ansatz.

Bei alldem bezeichnet der Dunlop-Produktmanager den „Winter Sport 4D“ nicht nur als „großen Bruder“ des neuen Winterreifens für das Standardsegment, sondern auch als eine Art „Technologiespender“. Soll heißen: Der „Winter Response 2“ hat von dem High-Performance-Modell so manche technologische Finesse geerbt. Als eine davon wird beispielsweise eine optimierte Reifenkontur genannt, um einen geringeren Rollwiderstand bzw. – wie Fett meint – „gute Labelwerte zu erreichen“. Die optimierte Karkassenform reduziere die Verformung und sorge auf diese Weise für einen verbesserten Rollwiderstand, heißt es. Ein weiterer Beitrag zur Senkung des Rollwiderstandes wird dem im Vergleich zum Vorgänger um etwa ein Kilogramm verringerten Gewicht des Reifen zugeschrieben. Um den Fahrwiderstand weiter zu reduzieren, hat Dunlop dem neuen Winterreifen zudem eine aerodynamisch gestaltete Seitenwand spendiert.

Gleichwohl hat der Anbieter trotz aller Bemühungen in dieser Richtung das Thema Sicherheit bei der Entwicklung des „Winter Response 2“ beileibe nicht außer Acht gelassen. Gerade bei wichtigen Sicherheitsaspekten wie den Bremseigenschaften, dem Handling auf Eis und Schnee sowie bei Nässe soll der Reifen überzeugen. Dunlop spricht in diesem Zusammenhang von beeindruckenden Leistungswerten bei diesen Kriterien. So wird im Hinblick auf das Opens external link in new windowEU-Reifenlabeling für immerhin 16 der 22 „Winter-Response-2“-Dimensionen auf eine „B“-Einstufung in Sachen Nasshaftung verweisen. „Die Labelwerte sind derzeit erwartete Werte, die bis zur Markteinführung noch bestätigt werden“, fügt der Reifenhersteller hinzu. Zwar steht jetzt erst einmal das Frühjahrsgeschäft an, doch der nächste Winter kommt schneller als man denkt. christian.marx@reifenpresse.de


Montiert auf einer Flotte von Suzuki Swift, ließ Dunlop seine Gäste auf einem Schneehandlingskurs selbst „erfahren“, was in dem neuen Winterreifen steckt

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