US-Reifenmarkt stagniert in 2012

Der US-Reifenherstellerverband Rubber Manufacturers Association (RMA) taxiert das Marktvolumen für 2012 auf 284 Millionen Einheiten und damit auf Vorjahresniveau. Rückläufige Zahlen im Ersatzgeschäft wurden durch Zuwachsraten in der Erstausrüstung kompensiert. Angesichts wieder steigender Fahrleistungen und eines erwarteten leichten wirtschaftlichen Wachstums wird für 2013 ein moderates zweiprozentiges Wachstum auf 290 Millionen Stück prognostiziert.

Während ein wachsender OE-Bedarf im abgelaufenen Jahr von 13 Prozent zu Buche schlug, wird fürs kommende Jahr eine Abschwächung auf noch plus vier Prozent erwartet: Die RMA rechnet mit 15 Millionen neu in den Verkehr kommenden Pkw. Das Ersatzgeschäft mit Reifen hatte in 2012 Einbußen in Höhe von 2,5 Prozent entsprechend minus sechs Millionen Stück auf 234 Millionen Reiheiten hinzunehmen. Die Verluste aus diesem Jahr sollen 2013 gut zur Hälfte wieder aufgeholt werden, der Verband geht von einem Plus von mehr als drei Millionen Einheiten aus.

Der OE-Absatz an Pkw-Reifen dürfte 2012 mit 41 Millionen Stück und damit einem Plus von mehr als fünf Millionen Reifen (= gut 15 Prozent) abschließen. Fürs kommende Jahr wird ein mehr als vierprozentiger Zuwachs entsprechend einem zusätzlichen Bedarf von 1,7 Millionen Pkw-Reifen hochgerechnet.

Bei den Reifen für „Light Trucks“ (große SUV und leichte Nfz) verzeichnete die RMA einen leichten Zuwachs um fast zwei Prozent auf 4,3 Millionen Erstausrüstungsreifen im Jahre 2012. Für 2013 ist der Verband optimistischer gestimmt und erwartet ein 2,8-prozentiges Wachstum auf 4,4 Millionen Stück.

Die Erstausrüstungszahlen Lkw-Reifen sind im zu Ende gehenden Jahr um mehr als fünf Prozent auf ca. 5,2 Millionen Stück angestiegen. Für 2013 wird ein leicht wachsender Reifenbedarf der Lkw-Hersteller auf 5,3 Millionen Einheiten entsprechend einem zweiprozentigen Plus vorhergesagt.

Im Ersatzgeschäft mit Pkw-Reifen weisen die Verbandszahlen für 2012 ein Minus von mehr als vier Millionen Stück (bzw. zwei Prozent) auf noch 190 Millionen Reifen aus. Das wird zurückgeführt auf die anhaltende relative konjunkturelle Schwäche des Landes und der Zurückhaltung der Verbraucher, was sich unter anderem in niedrigeren Kilometerleistungen niederschlägt. Immerhin gibt es Indizien für eine leichte Erholung, sodass die RMA dem Reifenhandel Hoffnung auf ein Plus von drei Millionen Pkw-Reifen im kommenden Jahr machen kann.

Das Ersatzgeschäft mit LT-Reifen (Light Trucks) ist im zu Ende gehenden Jahr um 600.000 Einheiten bzw. zwei Prozent auf etwa 28 Millionen Stück rückläufig gewesen. Da die wirtschaftlichen Aussichten keinen großen Aufschwung nahelegen, dürfte für 2013 bestenfalls ein geringes Wachstum herausspringen.

Im Ersatzmarkt Lkw-Reifen betrug das 2012er Minus fünf Prozent bzw. bedeutete einen Absatzrückgang um 900.000 auf noch 15,7 Millionen Stück. Der Rückgang wird mit dem Kauf von Neufahrzeugen durch Flotten und der anhaltend schwerfälligen konjunkturellen Lage begründet. Für 2013 erwartet die RMA einen um vier Prozent oder 600.000 Einheiten wachsenden Absatz. dv

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