Goodyear-Studie: Gefährliche Ablenkungen für die „Online-Generation“

Eine Welt der Ablenkungen wartet heute auf die jungen, vernetzten Autofahrer. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Goodyear. Die Studie, die das Verhalten von 6400 jungen Fahrern im Alter von maximal 25 Jahren in 15 europäischen Ländern und Südafrika erfasste, brachte einige interessante Einblicke in das Verhalten der heutigen „Online-Generation“ auf der Straße. Sie untersuchte unter anderem, inwieweit junge Leute telefonieren, texten und im Internet surfen, während sie am Steuer sitzen.

Hände am Lenkrad, Augen am Handy

Abgesehen davon, dass es gesetzlich verboten ist, telefonieren beim Autofahren im europäischen Durchschnitt 44% der jungen Lenker mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung oder Headset. Gegensätzlich zur weit verbreiteten Annahme ist unser Gehirn nicht multitaskingfähig, sondern kann Eindrücke nur seriell, also schnell hintereinander verarbeiten. Die Stirnlappenregion, verantwortlich für die Aufmerksamkeit und Konzentration, kann schnell überfordert sein, wenn der Lenker viele Handlungen gleichzeitig unternimmt. Somit ist die eigene Sicherheit und jene anderer Verkehrsteilnehmer ernstlich gefährdet. Diese sogenannte „Unaufmerksamkeitsblindheit“ bewirkt, dass wir Objekte zwar sehen, sie aber nicht wahrnehmen.

Noch gefährlicher als telefonieren ist Texten: 45% der beispielsweise in Österreich befragten jungen Lenker geben zu, mit ihrem Handy oder Smartphone während der Fahrt online zu gehen, soziale Netzwerke zu besuchen sowie E-Mails oder SMS zu senden und zu lesen. 60% geben darüber hinaus an, Einstellungen des Navigationsgerätes beim Autofahren zu ändern. dv

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