„Billigprodukt“ versemmelt SUV-Winterreifentest – Contis „TS 830 P“ vorn

In der Ausgabe 25/2012 veröffentlicht die Autozeitung die Ergebnisse ihres aktuellen SUV-Winterreifentests. Dabei ist das Magazin nicht nur der Frage nachgegangen, welcher der so bezeichneten „Premiumpneus“ – Bridgestones Opens external link in new window„Blizzak LM-80“, Contis Opens external link in new window„WinterContact TS 830 P“, Dunlops Opens external link in new window„Winter Sport 4D“, Nokian Opens external link in new window„WR A3“ und Pirellis Opens external link in new window„Scorpion Winter“ – letztendlich die Nase vorn hat bei dem Vergleich. Man wollte offenbar auch wissen, ob und wie sich ein sogenanntes „Billigprodukt“ gegen dieses Wettbewerberfeld behaupten kann. Dafür habe man auf den zum Prüfzeitpunkt „billigsten verfügbaren Reifen“ in der ausgewählten Testgröße 235/55 R17 zurückgegriffen, so die Redakteure des Blattes: Die Wahl fiel auf das Modell „Snowmaster SN 3830“ der aus chinesischer Produktion stammenden Marke Sunny. Überprüft wurden die Eigenschaften aller Reifen dann in drei Disziplinen (auf Schnee, im Nassen, im Trockenen), wobei es in jeden Bereich jeweils maximal 150 und in Summe damit insgesamt 450 Wertungspunkte zu ergattern gab.

Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Der Reifen konnte auf Schnee (115 Punkte) und trockener Fahrbahn (107 Punkte) zwar durchaus mit den anderen Fünf mithalten, doch auf Nässe (13 Punkte) soll er komplett versagt haben. „Er zeigt extreme Reaktionen und bremst miserabel“, fassen die Tester seine Ergebnisse auf nasser Piste zusammen. Deswegen landet er mit einer Gesamtpunktzahl von 235 Punkten mehr oder weniger weit abschlagen auf dem letzten Platz des Vergleichs, der am anderen Ende von dem Conti-Reifen dank „starker Leistungen in allen Disziplinen“ und summa summarum 380 von 450 möglichen Punkten angeführt wird. Den zweiten Platz konnte sich das Pirelli-Modell (367 Punkte) sichern, der als „sportlich agil“ beschrieben wird und die Tester zugleich mit „harmonischen Eigenschaften“ zu überzeugen wusste. Dicht dahinter kommt der „Winter Sport 4D“ (364 Punkte) der Marke Dunlop ins Ziel, der vor allem bei winterlichen Straßenbedingungen einen Glanzpunkt setzen konnte.

Danach folgen Bridgestones „Blizzak LM-80“ (358 Punkte), den die Tester für „sehr gut bei Nässe, ordentlich auf Schnee“ befinden, und der „WR A3“ (338 Punkte) des aus Finnland stammenden Reifenherstellers Nokian Tyres. Damit, dass Letzterer ausgerechnet in der Schneedisziplin patzt und mit dort 97 Punkten selbst hinter dem Ergebnis des Sunny-Reifens zurückbleibt, habe das Modell eine bessere (Gesamt-)Beurteilung verspielt, schreibt die Autozeitung. Eine Randnotiz ist es den Testern in diesem Zusammenhang übrigens auch wert, dass ihnen die Opens external link in new windowLabelangaben des Sunny-Reifens offenbar nicht ganz koscher erscheinen. Zwar seien allen Kandidaten zum Testzeitpunkt noch nicht gelabelt gewesen, doch jetzt soll der Reifen aus Chinaproduktion ebenso wie seine Kontrahenten über eine „C“-Einstufung verfügen. Und weil das angesichts von dessen Ergebnissen im Nassen zu denken gibt, plant das Magazin eine entsprechende Überprüfung mit aktuellen Reifen. „Sollte ein Pneu für gut 80 Euro pro Stück dieselbe Performance abliefern wie die etablierten Markengummis – wir wären sehr überrascht, zumal die Leistungsdichte der Premiumpneus sehr hoch ist“, ist in der Autozeitung zu lesen. christian.marx@reifenpresse.de

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