REG feiert 20-jähriges Jubiläum

Anfang kommenden Monats – genauer gesagt am 3. Dezember – feiert die Reifen-Entsorgungsgesellschaft mbH (REG) Jubiläum. Denn dann liegt die Gründung des 100-prozentigen Konzernunternehmens der Continental AG auf den Tag genau 20 Jahre zurück. Grund genug für einen Rückblick auf das bisher Erreichte und mehr noch auf das, was man sich für die weitere Zukunft vorgenommen hat.

Gut 200 Gäste werden zu den Jubiläumsfeierlichkeiten erwartet: Kunden, Geschäftspartner, Kollegen aus dem Continental-Konzern und natürlich Vertreter des Unternehmens selbst. Immerhin ist die REG-Mannschaft inzwischen auf elf Mitarbeiter angewachsen, und Geschäftsführer Frédéric Legros stellt im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG mindestens eine weitere Neueinstellung für Anfang kommenden Jahres in Aussicht. Dies vor dem Hintergrund, dass die REG vor allem von 2010 bis 2012 „mengenmäßig einen richtigen Schub“ bekommen habe, erklärt der REG-Geschäftsführer und meint damit, dass das Unternehmen pro Jahr etwa 40.000 Tonnen Altreifen und noch einmal die gleiche Menge an Altgummi entsorge.

Gleichwohl, so Legros weiter, hätten in den letzten Jahren insbesondere Themen wie Prozessverbesserungen oder eine Steigerung des Bekanntheitsgrades im Fokus der REG-Aktivitäten gestanden. Nicht zuletzt deshalb zeigte die REG in diesem Jahr auch am Conti-Stand bei der Reifenmesse in Essen Flagge. Dabei betonen Legros, der seit immerhin 1986 für den Mutterkonzern tätig ist und seit 2005 für die REG, ebenso wie Miriam Schoo, die seit 2007 bei der REG ist und den Bereich Marketing und Kommunikation sowie das Qualitätsmanagement verantwortet, dass man natürlich nicht nur Konzernprodukte entsorgt, sondern auch alle Fremdfabrikate. „Die REG ist die Continental-Antwort für den freien Markt“, so der Geschäftsführer.

Zu den Kunden zählen demnach neben Gummi verarbeitenden Industrieunternehmen auch viele Reifenfachhändler. Doch auf der anderen Seite bedeutet das nicht, dass nur Reifen bzw. Gummiabfälle entsorgt würden. Vielmehr sieht sich das Unternehmen als Spezialist für die Entsorgung, Verwertung und Vermarktung aller Arten von Altreifen, Gummiabfällen und Kautschukwerkstoffen inklusive des Karkassenankaufes sowie von allen anderen Werkstattabfällen wie Altöl, Papier, Batterien, Schrott, Spraydosen, Bremsflüssigkeit und dergleichen mehr. Letzteres nennen Legros und Schoo „Komplettentsorgung“, und die ergänzt seit 2007 das REG-Portfolio.

„Die REG bietet die Entsorgung sämtlicher Abfälle aus einer Hand und garantiert dabei die termingerechte Abholung der Stoffe sowie die professionelle Abwicklung des Verwertungs-/Aufbereitungsprozesses“, meint Miriam Schoo. Dass bei alldem sämtliche Entsorgungsleistungen von nur einem Ansprechpartner – nämlich der REG – abgerechnet werden, sieht Fr. Schoo als weiteren Vorteil für die Kunden/Partner des Unternehmens. „Wir sind ein Makler, der seinen Kunden alles abnimmt“, ergänzt sie. Weitere Vorteile verspricht sie den Kunden durch die Nutzung des kostenlosen Serviceportals auf der neuen Homepage der REG. Unter der Adresse www.conti-reg.de kann der Entsorgungsbedarf einfach, schnell und sicher angemeldet werden, heißt es.

Mitte vergangenen Jahres begann der Rollout für die dahinter stehende elektronische Plattform. „Bezogen auf Outlets fehlen derzeit noch etwa 20 Prozent unserer Kunden. Wir denken, dass bis kommenden Sommer all unsere Kunden das Onlineportal für ihre Anmeldungen nutzen werden“, sagt Legros. Von dem Onlineportal verspricht er sich weitere Prozessverbesserungen auf beiden Seiten: Denn werden die Abfälle auf diesem Wege angemeldet, wird der Auftrag sofort an den zuständigen Entsorger weitergeleitet und der Kunde erhält eine Bestätigungsmail. Das mitunter zeitaufwendige Heraussuchen der richtigen Vordrucke für Entsorgungsanmeldungen kann so entfallen, da das System alles Nötige vorhält.

„Alle Formulare werden hinterlegt und sind für etwaige spätere Kontrollen jederzeit abrufbar“, betont Legros. Dies ermögliche – zusammen mit den Entsorgungsnachweisen – eine gesetzeskonforme Nachweisführung. Außerdem ergänzt er, dass es bei entsprechenden Überprüfungen von REG-Kunden durch die zuständigen Behörden noch nie zu Problemen gekommen sei. Nachhaltigkeit im Rahmen des Produktzyklus – von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion und Nutzungsphase bis hin eben zur Verwertung – wird bei Conti demnach groß geschrieben. „Mit der Gründung eines speziellen Entsorgungsunternehmens war die Continental AG 1992 der erste Reifenhersteller Deutschlands, der sich der Verantwortung zur Entsorgung seiner Produkte gestellt hat“, betont Legros.

Den vor 20 Jahren eingeschlagenen Weg will man auch in Zukunft konsequent weiter beschreiten. „Wir setzen bei alldem eher auf Nachhaltigkeit als auf ein schnelles Wachstum“, so Legros. In Sachen der Zusammenarbeit mit den Entsorgern beende man diese beispielsweise, wenn ein Partner seine Zertifizierung verliert, erklärt der REG-Geschäftsführer. Und aufseiten der Kunden will man vor allem mit den eigenen Leistungen überzeugen. „Wir sind keine Drückerkolonne, sondern führen bei Gesprächen die Vorteile einer Kooperation mit uns ins Feld. Unsere Prozesse sind schlank bzw. komplett durchorganisiert und die Entscheidungswege sind kurz. Mit anderen Worten: Qualitätsmanagement wird bei uns gelebt“, fasst Schoo zusammen.

„Wir kombinieren die Vorteile eines kleinen mittelständischen Unternehmens mit den Prozessoptimierungen eines großen Konzerns“, ergänzt Legros. Alle mit der Abwicklung von Abfällen und Abfallstoffen betrauten Mitarbeiter seien Profis, im Umgang mit Abfällen speziell geschult und erhielten regelmäßig Fortbildungen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Seit 20 Jahren überlasse die REG nichts dem Zufall und will auch zukünftig „in jeden Fall für ein Happy End“ sorgen, blickt das Unternehmen über das Jubiläum hinaus. christian.marx@reifenpresse.de

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