Umwelthilfe will Reifenlabeling selbst überprüfen

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Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) begrüßt eigenen Worten zufolge das Opens external link in new windowReifenlabeling und fordert zugleich die staatlichen Behörden auf, die Kennzeichnung konsequent zu überwachen. Damit solle – heißt es – das Vertrauen in die neue Verordnung gestärkt und Missbrauch vermieden werden. „Die Einführung des Reifenlabels schafft die notwendige Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher, die erforderlich ist, um sich beim Reifenkauf insbesondere auch über die Möglichkeiten zur Reduzierung des Spritverbrauchs zu informieren“, meint DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Umso unverständlicher ist die Weigerung vieler Bundesländer, die korrekte Umsetzung zu überwachen“, ergänzt er. Denn eine aktuelle Umfrage der DUH unter den für die Überwachung zuständigen Landesbehörden soll ergeben haben, dass weniger als die Hälfte der Länder ausreichend für die anstehende Überprüfung vorbereitet ist. Lediglich in Thüringen lägen bereits Pläne für die anstehende Marktüberwachung vor.

„So optimistisch das gute Beispiel Thüringens stimmt, so erschreckend sind die Rückmeldungen aus den anderen Bundesländern, wo man in der Mehrheit noch nicht verstanden hat, dass regelmäßige Kontrollen für den Erfolg des Reifenlabels von entscheidender Bedeutung sind“, so Resch. Damit die Kennzeichnung jedoch ihre volle Wirkung entfalten könne, seien staatliche Kontrollen im Rahmen der amtlichen Marktüberwachung zwingend erforderlich, ist man bei der DUH überzeugt. „Die Verbraucher sollen Vertrauen in die Angaben der neuen Kennzeichnung gewinnen. Deshalb ist es wichtig, dass alle Informationen über Kraftstoffverbrauch, Nassrutschverhalten und Lärmentwicklung ausgewiesen und diese regelmäßig auf Richtigkeit überprüft werden“, sagt Agnes Sauter, Leiterin Verbraucherschutz bei der DUH, die im Übrigen angekündigt hat, durch eigene Stichproben eine korrekte Reifenkennzeichnung im Handel durchzusetzen zu wollen, solange es keine wirksamen amtlichen Kontrollen gibt. cm

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