Michelin wird Verstoß gegen OECD-Leitsätze zur Last gelegt

Französische und indische Nichtregierungsorganisationen haben sich bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über Micheln beschwert. Danach habe der französische Reifenhersteller mit dem derzeit in Indien stattfindenden Fabrikneubau gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstoßen. Im Detail: Michelin hatte im November 2009 vom indischen Bundesstaat Tamil Nadu Land für die Errichtung der Lkw-Reifenfabrik gekauft und entsprechend mit den Bauarbeiten begonnen. Die Behörden vor Ort hätten sich beim Verkauf der Flächen allerdings nicht mit den dort wohnenden Einwohnern abgestimmt, deren Lebensgrundlagen den NGOs zufolge jetzt beeinträchtigt seien. Von einem Weltkonzern wie Michelin hätte man entsprechendes Fingerspitzengefühl erwarten dürfen, so die NGOs in einer Mitteilung, dass man nicht von offensichtlichen Fehlern der indischen Regierung oder lokaler Behörden profitiere. Man habe Michelin mehrmals auf die Situation hingewiesen und um den Aufschub der Bauarbeiten gebeten. Michelin plant, noch im Laufe dieses Jahres die ersten Reifen in der neuen Reifenfabrik fertigen zu können. ab

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