Reifen Ihle setzt wieder mehr auf EM- und Pkw-Reifenrunderneuerung

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Das erste Halbjahr war für Marktteilnehmer im Nutzfahrzeugreifengeschäft kein besonders gutes, so viel kann man feststellen. Laut Jürgen Eigenbrodt sei in dieser Zeit ein Rückgang bei der Nachfrage nach neue Lkw-Reifen in Höhe von 35 Prozent zu beobachten gewesen. Runderneuerte, so der Geschäftsführer von Reifen Ihle weiter, seien indes etwas weniger hart getroffen worden; hier ging die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr ‚nur‘ um 20 Prozent zurück. Gleichzeitig rechnet man im bayerischen Günzburg am Sitz des Runderneuerers aber mit einer deutlichen Erholung der Situation in der zweiten Jahreshälfte. Eigenbrodt wagt die Prognose: Der Neureifenmarkt wird am Ende des Jahres mit einem Minus von 15 bis 20 Prozent abschließen, während die Runderneuerung mit einem Minus von vielleicht zehn Prozent auskommen muss. „Dieser Rückgang war absehbar“, so Eigenbrodt im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG, folglich sei man auch nicht über die Maßen überrascht gewesen.

Wie der Geschäftsführer betont, habe sich Reifen Ihle in diesem Umfeld „so gut wie der Markt“ entwickelt. Wichtig sei es in einer solchen Situation, „nicht die Nerven zu verlieren und anzufangen die Ware zu verschleudern“. Eine gewisse Preisstabilität sei die Grundlage für ein auskömmliches Arbeiten, gerade auch in der Krise. Man dürfe „das Geschäft nicht um jeden Preis machen“.

Dabei sei Reifen Ihle in der glücklichen Situation, Rückgänge auf dem einen Teilmarkt durch Steigerungen auf einem anderen zu kompensieren. Wie Eigenbrodt erklärt, stehe die Runderneuerung von Lkw-Reifen bei Reifen Ihle knapp zwei Drittel des Umsatzes. In der jüngsten Vergangenheit habe sich das Unternehmen daher ganz gezielt um zwei weitere Geschäftsbereiche gekümmert: Pkw- und EM-Reifen. „Wir sind ganz massiv auf EM und stark auf Pkw eingegangen.“ Reifen Ihle ist einer von drei Pkw-Reifenrunderneuerern in Deutschland. In Günzburg ist man unterdessen auch der Meinung, dass man gerade das Geschäft mit runderneuerten EM-Reifen zuletzt vernachlässigt hatte, kümmerte man sich doch intensiv um das Lkw-Geschäft. Laut Eigenbrodt handele es sich dabei aber um „eine langfristige strategische Entscheidung“, sich wieder stärker um das EM-Runderneuerungsgeschäft zu kümmern, nicht um eine kurzfristige Kompensationsaufgabe. Ebenfalls wolle Reifen Ihle weiterhin stark auf das Geschäft mit Industrie- und Super-Elastic-Reifen setzen: „Mit denen machen wir richtig weiter.“ arno.borchers@reifenpresse.de

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