Viele Automobilfabriken arbeiten in der „Todeszone“

Mittwoch, 27. Juni 2012 | 0 Kommentare
 

Eine aktuelle Studie wirft einen Blick auf dramatische Überkapazitäten in der europäischen Automobilindustrie. Wie das Beratungsunternehmen Alix Partners dazu schreibt, würden aktuell wenigstens 40 Prozent der Fabriken in Europa unterhalb der Rentabilitätsgrenzen betrieben werden. Überkapazitäten bestünden danach vorwiegend in Frankreich, Spanien und Italien.

In Europa seien aktuell wenigstens 20 Prozent der installierten Kapazitäten überflüssig, werde sich die mangelhafte Auslastung der Produktionsstätten doch über Jahre hin festsetzen, so die Prognose des Herstellerverbands ACEA noch vor Kurzem. Der Studie zufolge sei die Situation aber dramatischer. Man nimmt an, dass die “Todeszone” für eine Automobilfabrik bei unterhalb von 80 bis 75 Prozent Auslastung beginne; dort operierten wenigstens 40 Prozent der Fabriken in Europa.

Während Alix Partners für die Fabriken in Deutschland (Gesamtkapazität: 6,4 Millionen Autos) und in Großbritannien (1,6 Millionen) eine Auslastung von mehr als 85 Prozent errechnet, komme Spanien (drei Millionen) auf gerade einmal 70 Prozent, Frankreich (3,3 Millionen) auf 60 Prozent und Italien (1,4 Millionen) auf nur noch 54 Prozent Auslastung. Europaweit werde der Markt in diesem Jahr rund 13,5 Millionen Automobile umfassen, und das bei einer Produktionskapazität von 20,6 Millionen. Das Niveau von 2007, als einmal 16 Millionen Autos in Europa abgesetzt wurden, könne vor 2020 nicht wieder erreicht werden, heißt es dazu weiter.

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Kategorie: Markt

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