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Handwerksbetriebe finden nicht genug Auszubildende

Das Handwerk sorgt sich um fehlende Fachkräfte. „Etwa 11.000 Ausbildungsplätze blieben im Jahr 2011 im Handwerk unbesetzt, die Zahl der Ausbildungsverträge ging um 1,5 Prozent zurück“, so Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). „Die Betriebe wollen ausbilden, sie finden aber oft schon im zweiten oder dritten Jahr in Folge keine Auszubildenden mehr“, so Kentzler. „Der Kfz-Mechatroniker ist die Nummer 1 unter den Ausbildungsberufen im Kfz-Handwerk“, betont Wilhelm Hülsdonk, Bundesinnungsmeister des Kfz-Handwerks. Längst habe sich dieser Beruf vom Image des ölverschmierten Arbeitens in der Grube zu einer High-Tech-Ausbildung gewandelt.

Für die jungen Menschen sei das Kfz-Gewerbe nach wie vor attraktiv: So unterschrieben rund 20.500 junge Menschen bis zum Stichtag 30. September 2011 einen Lehrvertrag zum Kfz-Mechatroniker, darunter 1.398 Abiturienten. Das sind insgesamt knapp zehn Prozent mehr als im Jahr 2010 (18.700).

Auch Abiturienten seien im Kfz-Gewerbe willkommen. In den technischen Berufen liege deren Quote aktuell bei fünf Prozent, in den kaufmännischen Berufen bei 27 Prozent. Den jungen Menschen eröffnen sich laut Hülsdonk vielfältige Karrierechancen im Kfz-Gewerbe – vom Kfz-Meister als selbstständiger Unternehmer oder als Führungskraft im Werkstattbereich über den geprüften Automobilserviceberater als Bindeglied zwischen Kunde und Werkstatt bis hin zum Servicetechniker an der Schnittstelle zum Automobilhersteller und nicht zuletzt als Betriebswirt im Kfz-Gewerbe.

„Wenn es um Führungspositionen geht, setzen wir auf die bei uns ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fördern diese durch interne Weiterbildungsprojekte und die Chance auf eine attraktive Karriere bei Lueg“, betont Vorstandsmitglied Jörg Scharwald von der Fahrzeug-Werke Lueg AG. dv

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