Details zu neuem Pirelli-Motorradreifenwerk bekannt geworden

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Zwar war bereits Ende vergangenen Jahres bekannt geworden, dass Pirelli gemeinsam mit dem indonesischen Autoteilehersteller PT Astra Otoparts in dessen Heimatland ein Opens external link in new windowMotorradreifenwerk bauen will. Doch anlässlich der Unterzeichnung entsprechender Joint-Venture-Verträge durch Uberto Thun-Hohenstein, Opens external link in new windowSenior Vice President von Pirellis Business Unit Moto, und den Astra-Otoparts-CEO Siswanto Prawiroatmodjo gehen die beiden Partner – die Italiener halten 60 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, die Indonesier die restlichen 40 Prozent – jetzt mit ein paar weiteren Details zu diesem Projekt an die Öffentlichkeit. So beispielsweise damit, dass sie zwischen 2012 und 2014 insgesamt 120 Millionen US-Dollar für den Werksneubau aufwenden wollen. Zuvor war seitens Astra noch von 90 Millionen US-Dollar die Rede gewesen. Beginnen sollen die Bauarbeiten aller Voraussicht nach im vierten Quartal dieses Jahres auf einem 25 Hektar umfassenden Gelände unweit Indonesiens Hauptstadt Jakarta. Als Termin für den Produktionsbeginn wird die zweite Jahreshälfte 2013 angepeilt, der Vollausbau soll 2016 erreicht werden und die Fabrik dann rund 750 Mitarbeiter beschäftigen.

Schon für 2014 wird ein Fertigungsvolumen von rund zwei Millionen konventioneller Reifen erwartet, und 2016 könnte die Produktionskapazität sieben Millionen Einheiten erreichen, heißt es. Davon würden dann drei Millionen Stück auf Astra-Marken entfallen sowie vier Millionen auf die Marken Pirelli und Metzeler. Letztgenannte Zahl entspreche etwa einem Viertel der weltweiten Pirelli-Motorradreifenproduktion, sagt der italienische Reifenhersteller. Gemäß seiner „Local-for-local“-Strategie will er 20 bis 25 Prozent der zukünftig in Indonesien hergestellten Motorradreifen im Erstausrüstungs- und Ersatzmarkt der asiatisch-pazifischen Region absetzen, wo in Sachen Motorradreifenachfrage im Zeitraum 2011 bis 2014 ein jährliches Wachstum in Höhe von 3,5 Prozent erwartet wird. Alle sonstigen im neuen Werk produzierten Pirelli- und Metzeler-Motorradreifen will man in allen anderen Märkten an den Mann bzw. die Frau bringen, in denen der Konzern aktiv ist. Als einzige Ausnahme wird hierbei Südamerika genannt, wobei Grund hierfür sein dürfte, dass Pirelli diesen Markt wohl vorrangig von lokaler Produktionsbasis (Brasilien) aus bedient.

Gemäß seines aktuellen Opens external link in new windowFünfjahresplans hat sich der italienische Konzern eine Steigerung seiner Motorradreifenproduktionskapazität von 13 Millionen Einheiten (2011) auf bis zu 16 Millionen Einheiten (2015) vorgenommen. Mit dazu beitragen sollen offensichtlich neue Werke, denn neben dem in Indonesien ist Opens external link in new windowauch eines in China geplant. Ein indonesischer Produktionsstandort für Motorradreifen ist dabei für das Unternehmen vor allem deshalb interessant, weil der asiatische Raum Pirelli zufolge mit rund 250 Millionen im Einsatz befindlichen Motorrädern als der weltweit größte Markt für Fahrzeuge dieser Gattung gilt. Und allein auf Indonesien entfallen demnach 68 Millionen Maschinen davon, wobei bezüglich der Fahrzeugnachfrage in dem Land ein Wachstum von mehr als zehn Prozent pro Jahr beobachtet werde. „Auf im Land produzierte Produkte wird außerdem kein Zoll bei deren Export in ASEAN-Märkte erhoben. Zudem reduzieren sich die Kosten für die Versorgung mit Rohmaterialien dank der starken lokalen Präsenz der Anbieter von Naturkautschuk“, liefern die Italiener weitere Gründe, die für den Standort in Indonesien sprechen. cm

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