Evonik-Know-how soll beim Erreichen guter Label-Werte helfen

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„Wir haben den Schlüssel in der Hand, künftig möglichst viele Reifen beim Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn und beim Spritverbrauch in die grüne Kategorie zu befördern“, sagt Hans-Detlef Luginsland, Leiter des Marktsegments Tire & Rubber von Evonik Industries, zur Einführung des EU-Reifenlabels. Evonik biete als weltweit einziger Hersteller der Reifenindustrie das Verstärkungssystem Silica und Organosilan an, das maßgeblich die Leistungsfähigkeit der Reifenlauffläche bestimmen kann, so der Spezialchemiehersteller. „Ohne diese Komponenten lässt sich der Rollwiderstand nicht verringern“, so Luginsland weiter und verweist auf die Klassifizierungen des EU-Reifenlabels, das ab November in Europa eingeführt wird. Auf den Rollwiderstand komme es aber letztlich an: „Je niedriger der Rollwiderstand, desto geringer der Spritbedarf und damit auch die Kohlendioxidemissionen und der Ausstoß anderer klimaschädlicher Gase“, heißt es dazu in einer Evonik-Industries-Mitteilung, von den erreichbaren Label-Werten beim Rollwiderstand abgesehen. Gleichzeitig gelte es, die Gummimischung so einzustellen, dass der Abrieb möglichst gering ist und die Haftung auf trockener und nasser Fahrbahn trotzdem nicht leidet – Stichwort: Zielkonflikte.

In der Gummimischung vereinigen sich die Komponenten Kautschuk und Silica. Da diese aufgrund ihres unterschiedlichen chemischen Charakters zu keiner Verbindung fähig sind, springen bifunktionelle organische Siliziumverbindungen, sogenannte „Organosilane“, ein. Sie dienen als Koppler, die die beiden Stoffe verbinden. Für kontinuierliche Verbesserungen des Silica-Silan-Systems arbeiten Chemiker, Physiker und Ingenieure bei Evonik daran, die Silica-Partikel zu verfeinern und die Chemie der Silane als Haftvermittler noch besser auf ihre Aufgaben hin zu trimmen.

Mittlerweile hat sich – zumindest bei den Pkw – europaweit die Silica-Silan-Technologie für die rollwiderstandsoptimierte Lauffläche durchgesetzt „Aber auch in Übersee ist sie bereits State of the Art“, so Luginsland. Denn die nach Europa importierten Reifen müssen künftig auch ein EU-Label haben.

Außerdem arbeiteten Wissenschaftler von Evonik derzeit mit Hochdruck daran, das Silica-Silan-System auch gezielt für Anwendungen in Lkw-Reifen einsatzfähig zu machen. Damit ließen sich dann auch bei Lkw-Reifen die Spritkosten signifikant verringern. Um den Verbrauchern Reifen mit dem A- und B-Label anbieten zu können, müssten Reifenhersteller laut Evonik in die Materialentwicklung und in innovative Produkte investieren; sie sind dabei auf die intensive Zusammenarbeit mit Rohstofflieferanten und Zulieferern – darunter auch Evonik – angewiesen. Wollen Hersteller aus Ländern wie beispielsweise China und Korea künftig Reifen nach Europa verkaufen, müssten auch sie laut Evonik konsequent auf die Silica-Silan-Technologie und die entsprechenden Materialien zurückgreifen. „Evonik ist darauf bestens vorbereitet. Das Unternehmen plant, das weltweite Produktionsnetzwerk auszubauen und zu intensivieren. Bestehende Entwicklungskooperationen und Produktinnovationen werden intensiviert und deutlich an Fahrt aufnehmen.“ ab

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