Reiff-Gruppe wächst über die deutschen Grenzen hinaus

Die Reiff-Gruppe (Reutlingen) ist auch 2011 weiter gewachsen. Durch den Kauf von Reifen Krupp (Schifferstadt) baute Reiff den Großhandelsbereich im Geschäftsbereich Reifen weiter aus und entwickelte sich zum nach eigenen Angaben größten Reifenanbieter Deutschlands.

Insgesamt verlief das Reifengeschäft im vergangenen Jahr sehr positiv. Der Umsatz im Geschäftsbereich Reifen stieg um 67 Prozent. Ohne Reifen Krupp lag der Zuwachs bei 11,6 Prozent. Respektable Erfolge konnten auch im Privatkundenbereich erzielt werden: Der Rohertrag von A/B/S Autoservice erhöhte sich gegenüber 2010 um 20 Prozent.


Die Reiff-Fachhandelsniederlassungen bauten den Umsatz mit einem Zuwachs von
neun Prozent weiter aus. Auch Netto Reifen-Räder-Discount entwickelte sich positiv und knüpfte an die Erfolge des letzten Jahres an. Der Reifendiscounter konnte vor allem im Multi-Channel-Bereich einen deutlichen Wachstumssprung verzeichnen. Ebenso erfolgreich verlief das Nutzfahrzeugreifengeschäft. Hier ist der Verkauf von Bandag-Reifen besonders hervorzuheben. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent.

Der Geschäftsbereich Technischer Handel profitierte 2011 in hohem Maße von der starken Konjunktur in Baden-Württemberg. Hauptabnehmergruppen sind Maschinenbau (+19 Prozent) und Fahrzeugbau (+ zehn Prozent). Darüber hinaus trugen neue Produktlinien erheblich zur Umsatzsteigerung bei. Der Umsatz stieg um über 16 Prozent auf fast 140 Millionen Euro.

Das bedeutendste Ereignis des Jahres war die Gründung einer Tochtergesellschaft, der Reiff Technical Products Shanghai Ltd., in Shanghai im November 2011. Einkaufsquellen werden vor Ort ausgebaut und gleichzeitig soll die kontinuierliche Zusammenarbeit die Qualität langfristig absichern. Als Lieferpartner der deutschen Investitionsgüterindustrie in China verbesserte Reiff damit seine strategische Position, beliefert auch dort deutsche Unternehmen und behauptet sich auf dem stark wachsenden chinesischen Markt.

Auch Roller Luxemburg wuchs und eröffnete im September 2011 eine neue

Verkaufsniederlassung in Charleroi (Belgien). Von dort aus sollen die Geschäfte im frankophonen Bereich weiter ausgedehnt werden. Kremer Wächtersbach fokussierte sich 2011 vor allem auf den Ausbau und die Optimierung seiner Online-Präsenz.

Reiff Elastomertechnik, Lieferant für größere und große Automobilzulieferer, trieb 2011 die technischen Innovationen voran und profitierte von einer guten Marktsituation. Über 40 Neuprojekte wurden initiiert und viele Neuteile vor allem im Bereich der Steuerungstechnik für Hybridantriebe entwickelt. Für die kommenden Jahre sieht sich Reiff in dem Wachstumssektor der Automobiltechnik gut aufgestellt. Der Umsatz stieg 2011 bereits um 13,4 Prozent auf 15,7 Millionen Euro.

Für die Reiff-Gruppe war 2011 ein sehr gutes Jahr. Der Umsatz erreichte einen Höchstwert von 565 Millionen Euro, im Vergleich zu 2010 ein Plus von 49,1 Prozent. Bereinigt um den Umsatz von Reifen Krupp lag das Wachstum des Umsatzes bei 13,2 Prozent. Das Wachstum betraf alle Geschäftsbereiche und auch die Mitarbeiterzahl stieg weiter an und lag Ende des Jahres 1.622 Arbeitnehmern (Vorjahr: 1.483 bzw. + neun Prozent). Ohne Reifen Krupp hat die Mitarbeiterzahl um 2,3 Prozent zugenommen.

Ebenso wie der Umsatz stieg auch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit enorm an. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte hier mit 18,1 Millionen Euro einen Rekordwert (+ 74,5 Prozent). Ohne Reifen Krupp steigerte die Reiff-Gruppe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 17 Prozent.

Besonders erfolgreich verlief 2011 die Platzierung der Reiff-Anleihe. Innerhalb von zwei Stunden war die Anleihe bereits um das 3,5-Fache überzeichnet. Seitdem zählt der Kursverlauf der Reiff-Anleihe zu den erfolgreichsten auf dem Segment Bondm an der Börse in Stuttgart.

Die Reiff-Gruppe rechnet 2012 mit leicht steigenden Umsätzen gegenüber dem Jahr 2011. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird 2012 voraussichtlich leicht über der Höhe des vergangenen Jahres liegen. dv

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