Letzte Formel-1-Reifentests vor Saisonbeginn stehen in Barcelona an

Gut zwei Wochen, bevor in Australien die neue Saison in der Formel 1 beginnt, starteten die Teams gestern in Barcelona zum letzten Test der neuen Reifen; der viertägige Test dauert bis zum 4. März. Es ist einer der wichtigsten Tests der Saison. Denn er bietet den Teams die letzte Chance, ihre Autos vor dem ersten Rennen richtig einzustellen. Ein wichtiger Punkt wird dabei sein, dass die Teams genau verstehen, wie die Pirelli-Reifen mit ihren neuen Fahrzeugen harmonieren – zumindest kurzfristig. Schließlich schreitet die Entwicklung in der Formel 1 permanent voran. Und die Autos werden sich auch während der Saison ständig verändern. Der Bolide, der in Australien der schnellste ist, muss nicht unbedingt zu dem Team gehören, das am Ende der Saison triumphieren wird. Im Verlauf der Saison gelingt es den meisten Rennställen, die Rennwagen bis zu zwei Sekunden pro Runde zu verbessern. Pirelli müsse daher die Herausforderung meistern, mit diesem enormen Entwicklungstempo Schritt zu halten, heißt es dazu in einer Mitteilung. Jedes neu eingeführte Bauteil – wie ein neuer Frontflügel – hat immer einen immensen Einfluss auf das Reifenverhalten, weil es dazu führt, dass sich die auf die Reifen einwirkenden Kräfte verlagern.

„Daran wird deutlich, wie wichtig es ist, vor der Saison möglichst viele Parameter bei den Reifen zu testen. Die Teams werden das bei den Tests in Barcelona beherzigen. Die meisten von ihnen arbeiten inzwischen mit den final abgestimmten Autos für 2012. Sie werden nun prüfen, wie die Reifen mit den neues Modifikationen der Boliden interagieren“, so Pirelli weiter. Gleichzeitig wolle aber kein Team während des Tests sein volles Potenzial zeigen. Insbesondere die Reifenstrategie soll nicht verraten werden, weil sie ein bedeutender Vorteil gegenüber der Konkurrenz bergen könnte.

Die Teams haben bisher 32.000 Testkilometer mit den neuen Pirelli-Mischungen absolviert. Bis auf den Intermediate Cinturato Green und den Regenreifen Cinturato Blue waren bereits alle F1-Reifen im Einsatz. Der Medium-Reifen P Zero White, der für die ersten drei Rennen nominiert ist, wurde für den letzten Test in Barcelona am häufigsten geordert. Bei den Rennen in Australien und China wird außerdem der softe P Zero Yellow genutzt, in Malaysia der harte P Zero Silver. Pirelli liefert aktuell 114 Sätze des Medium-Reifens nach Barcelona, außerdem 94 Sätze des soften Reifens, 69 Sätze der harten Pneus und 38 Sätze des supersoften P Zero Red. Sollte es regnen, stehen 31 Sätze Intermediates und 14 Sätze Regenreifen zur Verfügung. Insgesamt stehen 360 Reifensätze für den letzten Test parat. In Jerez wurden 181 Sätze genutzt, und vor einer Woche in Barcelona 257 Sätze. Jedes Team darf pro Jahr 100 Reifensätze für Tests einsetzen: Bei zwölf Teams macht das insgesamt 1.200 Sätze. Vor den beiden letzten Tests, diese Woche in Barcelona und im Mai in Mugello, haben die Teams bereits 438 Reifensätze verbraucht, obwohl noch nicht jedes Auto getestet werden konnte. Es ist den Teams gestattet, nicht genutzte Reifen aus vorherigen Tests mitzubringen, die schon montiert waren. Daher ist die reale Zahl der zur Verfügung stehenden Pneus höher. In den meisten Fällen handelt es sich um die Regenreifen und Intermediates, von denen in der Regel je drei Sätze übrig geblieben sind. ab

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